3. Roma-Kulturfestival „Djelem Djelem“ in Dortmund. Balkan-Brass-Band Fanfare Ciocârlia heizt schon am Sonntag ordentlich ein

Logo via Kulturfestival Djelem Djelem.

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Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Das nun bereits dritte Roma-Kulturfestival „Djelem Djelem“ steht in Dortmund sozusagen in den Startlöchern. Das Festival ist ein Glücksfall für Dortmund. So sehen es inzwischen viele Menschen in der Ruhrgebietsmetropole und darüber hinaus. In der Stadt leben inzwischen zirka 8000 Roma. Das Festival bringt nicht nur hier und da ordentlich Leben in die Bude, sondern trägt auch von Mal zu Mal mehr dazu bei, die Roma und deren Kultur kennenzulernen und sich allmählich von Vorurteilen (Norbert Mappes-Niediek hat darüber geschrieben; dazu mein älterer Beitrag im Freitag) gegenüber dieser größten ethnischen Minderheit in Europa (zwischen 10 und 15 Millionen sollen es sein) zu verabschieden.

Viele unterschiedliche Menschen haben die vorangegangenen Festivals nun schon zusammengebracht. Die Dortmunder Politik lag mit der Unterstützung dieses Kulturfestivals goldrichtig. Inzwischen dächten sogar Städte wie Hagen, Gelsenkirchen und Duisburg darüber nach, sagte kürzlich Stadtdirektor und Kulturdezernent Jörg Stüdemann, das Konzept zu übernehmen und sich daran zu beteiligen.

„Djelem Djelem“ („Ich gehe“; Youtube via Boris Popovic) ist die Hymne der Roma allerorten.

Zum Festival:

Begeisterte zum Abschluss des 2. Roma-Kulturfestival in Dortmund: Esma Redzepova, die Köinigin der Roma-Musik; Foto: Claus Stille

Begeisterte zum Abschluss des 2. Roma-Kulturfestival in Dortmund: Esma Redzepova, die Köinigin der Roma-Musik; Foto: Claus Stille

Über den Ablauf und die Veranstaltungen des Roma-Kulturfestivals „Djelem Djelem“ schreibt mein Kollege Joachim vom Brocke von Nordstadtblogger.de, dessen Beitrag ich meinen Leserinnen und Lesern gern empfehle:

Podiumsdiskussion im letzten Jahr mit einer jungen Leuten. Von links nach rechts: Moderatorin Perjan Wirges, Behara Jasharaj und Jasar Dzemailovski; Fotos: C.-D. Stille

Podiumsdiskussion im letzten Jahr mit einer jungen Leuten. Von links nach rechts: Moderatorin Perjan Wirges, Behara Jasharaj und Jasar Dzemailovski; Fotos: C.-D. Stille

„Mit ganz viel Musik, aber auch mit Lesung, Diskussion, Filmabenden, einer Schauspielaufführung und etlichen Partys gibt es vom 28. August bis 11. September die dritte Auflage von „Djelem Djelem“, dem Roma-Kulturfestival in Dortmund. Zentrum des Veranstaltungsreigens ist die Nordstadt als Stadtteil, der am stärksten von Zuwanderung und kultureller Vielfalt geprägt ist.

Schon vor dem offiziellen Beginn am 2. September wird ins Programm gestartet. Im domicil an der Hansastraße ist am Sonntag, 28. August, 19 Uhr, die Balkan-Brass-Band ‚Fanfare Ciocârlia‚ zu Gast, die ‚wohl bekannteste Band aus Rumänien‘, wie Berthold Meyer“ (Theater im Depot Dortmund) versicherte“. (Links: Claus Stille)

„Nach fast 20 Jahren sind die zwölf Musiker wieder in Dortmund zu erleben, die bereits – damals noch unbekannt – das Microfestival bereicherten. Karten für 25 Euro, ermäßigt 12,50, gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen.“

Zu den vorangegangen zwei Roma-Kulturfestivals „Djelem Dejlem“ lesen Sie, so Sie mögen, meine Beiträge hier und hier.

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Roma Kulturfestival Dortmund: „Niemand ist ein Zigeuner“ schreibt Historiker Wolfgang Wippermann und Europa ab

Professor Wolfgang Wippermann (rechts) neben Moderator Bastian Pütter; Foto: C.-D. Stille

Professor Wolfgang Wippermann (rechts) neben Moderator Bastian Pütter; Foto: C.-D. Stille

Kaum waren am vergangenen Mittwoch die letzten Worte zur Eröffnung des 2. Roma Kulturfestival DJELEM DJELEM auf der Bühne des Theaters im Depot Dortmund verklungen, nahte auch schon einer der diesjährigen Programmhöhepunkte. Moderator Bastian Pütter (Redaktionsleiter von bodo) kündigte unter der Überschrift „Sinti und Roma – das kollektive Feindbild Europas“ eine Lesung und Diskussion mit dem Historiker Wolfgang Wippermann an. Pütter meinte wohl, das Publikum vorwarnen zu müssen. Weshalb er dem außerplanmäßiger Professor für Neuere Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut an der Freien Universität Berlin (Wikipedia) vorsichtshalber das Etikett „streitbar“ umhängte.

Wer den Namen Wolfgang Wippermann googelt, wird betreffs des Etiketts rasch fündig. Und man erhält Auskunft darüber, warum Wippermanns Arbeiten immer wieder kontrovers diskutiert werden. Manchmal auch wutschnaubend. Doch in Dortmund wurde schnell klar: Vor Wippermann muss niemand gewarnt werden. Es war nachgerade erfrischend ihm zu lauschen. Er ist nämlich erfreulicherweise keiner, der hinter dem Berge hält. Der Mann redet Tacheles und nicht um den heißen Brei herum. Noch beschönigt er, wo es nichts zu beschönigen gibt. Welch ein Genuss in Zeiten flachen Politikergeschwätzes und einer Presse, die mit dem was man unter Vierter Gewalt versteht fast nichts mehr zu tun hat.

Die Lesung („nur um Sie in Sicherheit zu wiegen, als eine solche angekündigt“,so Moderator Pütter) sei keine. Wippermann las also nicht, er sprach. Orientierte sich aber selbstverständlich an seinem neuen Buch „Niemand ist ein Zigeuner“.

Bald lief die „Maschine“ rund und wie am Schnürchen: „Ich möchte schreien vor Wut, anschreien“

Allmählich lief der außerplanmäßige Professor aus Berlin mit norddeutschen Migrationshintergrund warm. Und es war ein Vergnügen dem beizuwohnen! Bald lief die professorale „Maschine“ Wippermann rund und wie am Schnürchen. Heidewitzka! Ja, lesen würde er tatsächlich nicht, so Wolfgang Wippermanns Einlassung. Stattdessen möchte er: „Schreien, schreien vor Wut. Ich möchte anschreien. Nicht nur das ostdeutsche Pack, sondern auch das westdeutsche Pack. Ich möchte anschreien das gesamtdeutsche Pack und die deutschen Politiker.“ Warum? Weil der Antiziganismus durch das Handeln dieser Politiker und des Packs zu einer Radikalisierung führe. „Wir erleben eine unerhörte antiziganistische Welt. Eine Welle der Feindschaft gegenüber der Sinti und Roma.“ Und dies, so Wippermann, würde nicht einmal ausgesprochen, sondern kaschiert. „Wenn gesagt wird, es gibt sicherer Herkunftsländer im „Westbalkan“, so ist das antiziganistisch motiviert. Denn gemeint sind die Roma: „Diese sollen nicht kommen. Wenn die Flüchtlinge selektiert werden in gute Flüchtlinge und böse Flüchtlinge – das sind die Roma-Flüchtlinge. Und die Roma-Flüchtlinge sofort in Abschiebelager kommen, um schnell abgeschoben zu werden, so ist das antiziganistisch motiviert.“ Wippermann mache das Spiel nicht mit, die einzelnen Flüchtlingsgruppen gegeneinander auszuspielen: „Das ist perfide.“

Antiziganismus in seinen Spielarten

„Aber müsse gesagt werden – und es wird nicht genug gesagt – vor allem auch nicht von den Journalisten – dass das, was wir hier erleben, die Aggression ist, die vor allem gegen Roma gerichtet ist.“ Früher habe man, wie etwa seine Großmutter, gesagt: „Die Wäsche weg, die Zigeuner kommen!“ Dagegen heiße es heute: „Asylrecht weg, die Roma kommen!“ Antiziganismus definierte Wippermann als „die Feindschaft gegenüber den Roma und anderen als Zigeuner klassifizierte Menschen – die müssen selber gar nicht Roma sein“. Diese Feindschaft dürfe wohl laut Umfragen von 60 Prozent der deutschen Mehrheitsbevölkerung getragen werden, sagte Wippermann. Also eine „Ideologie, eine Mentalität die tief in der Mehrheitsbevölkerung verankert ist“. In den Nachbarländern sei der Anteil noch höher. So könne es den Herrschenden gelingen die vorhandenen Vorurteile politische zu instrumentalisieren. Mit Antiziganismus verhalte es sich ähnlich wie mit dem Antisemitismus.

Religiös

Zunnächst sprach Wolfgang Wippermann vom religiösen Antiziganismus. Man sage also: „Die Zigeuner seien Kinder Kains. Kain, der sein Bruder ermordet hat. Und von Gott dazu verurteilt wird herumzuziehen.“ Und gar nicht lustig sei, dass die Roma auch in Beziehung zum Teufel gesetzt würden: „Der Teufel soll schwarz sein. Weiter wird behauptet, die Roma seien ebenfalls schwarz. Und die Roma hätten vom Teufel die magischen Fähigkeiten.“ Wie etwa das Wahrsagen. „Die Frauen die Sex mit dem Teufel hatten, zum Blocksberg kamen und zu Hexen geworden sind.“

Alte Kamellen? Historiker Wippermann erinnerte daran, dass vor einigen Jahren Kaufleute im Emsland Besen (ein teuflisches Symbol) in ihre Fenster hängten, um die Roma vom Betreten ihrer Geschäfte abzuhalten. Klartext: Um sie vom vermeintlichen Klauen abzuhalten. „Doch die Roma waren pfiffig und fragten: Was kosten die? Ist das ein Sonderangebot?“ Das mit den Besen habe sich seinerzeit von der gesamten norddeutschen Tiefebene bis nach Berlin ausgebreitet.Wolfgang Wippermann verschmitzt: Dass sei „was Ernst Bloch – „Ich muss ja als Professor auch so etwas zitieren – die ‚Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen‘ genannt hat“.

Sozial

Für die Bestätigung des sozialen Antiziganismus reiche ein Blick in die jeweilige Tageszeitung: „Trickbetrügereien und rumänische Diebesbanden“ – damit seien die Roma gemeint.

Zigeuner, das wüssten wir ja eben, klauen. Und sind auch Gauner. Wippermann: „Tatsächlich haben die blöden deutschen Professoren den Begriff Zigeuner aus der deutschen Sprache abgeleitet vom Verb ziehen und dem Substantiv Gauner, respektive Zieh-Gauner. In Wirklichkeit stammten Zigeuner, wie das Französisch Zigan ursprünglich aus dem Griechischen Zingani. Im 10 Jahrhundert wanderten sie nach Griechenland ein.

Rassistisch

Der rassistische Antiziganismus müsse als Rassismus bezeichnet werden. Das vermeintlich Asoziale, Negative am Verhalten der Roma, hieße es da, sei quasi genetisch bedingt. Der deutsche Professor Moritz Grellmann habe im ausgehenden 18. Jahrhundert gar behauptet: „Das ist ein orientalisches Volk mit einer orientalischen Denkungsart“.

Dann nannte der Historiker noch den romantisierenden Antiziganismus. Frei nach dem bekannten Motto: „Lustig ist das Zigeunerleben“ Vor allem Dingen in den sicheren Herkunftsländern und auch in Abschiebelagern“, ätzte Professor Wippermann. Und die nächsten offenbar unausrottbaren Klischees: „Die Frauen der Roma sind sexy. Und die Männer machen tolle Musik.“

Antiziganismus als europäisches Vorurteil

Den .Antiziganismus bezeichnete der Referent als ein europäisches Vorurteil. Das sich hartnäckig halten, obwohl es in unseren Breiten europäische Roma seit etwa 1000 Jahren gibt. In Deutschland sind sie seit etwa 600 Jahren sesshaft. Antiziganismus sei so etwas wie der kulturelle Code Europas. Mittels dessen sich Europa definiere.

Die Politik aller europäischer Staaten sei vor dem Völkermord der Nazs antiziganistisch geprägt gewesen.Es gab Zigeuner-Gesetze und Zigeunerjagden. Bis 1856 waren Roma in Rumänien versklavt! Während andernorts erwachsene „Zigeuner“, die gegen Gesetze verstoßen hatten und infolgedessen ausgewiesen wurden, konnten Zigeunerjungen oder Zigeunermädchen käuflich erworben werden.

Deutschland – hauptsächlich unter Hitler – betreffs der Verfolgung der Roma in der Tat schlimm gewesen. Aber Frankreich, England und Polen hätten ebenfalls große Schuld auf sich geladen. Was freilich das deutsche Tun nicht besser mache. Toleriert wurden Roma allenfalls im Osmanischen Reich und in Russland.

Der europäischer Völkermord an den Roma, sei von zwar von Nazideutschland initiiert gewesen – besetzte Länder hätten sich aber fleißig daran beteiligt. Etwa die Slowakei unter der Regierung des katholischen Pfaffen Tiso. Ungarn beschmutzte sich durch das Tun der faschistischen Pfeilkreuzler. Auch die Tschechei blieb nicht ohne Schuld. Und schlimmer noch wütete Kroatien unter den Ustascha und mithilfe der katholischen Kirche.

Nach 1945 seien die Roma weiter diskriminiert und auch verfolgt worden. In den sozialistischen Staaten Osteuropas erging es ihnen besser – immerhin hatten viele Roma bis zur Wende noch Arbeitsstellen. In Westdeutschland haben erst 1972 revidiert, dass die Roma als Asoziale gelten. Schilder mit der Aufschrift „Für Zigeuner verboten“ habe es noch nach dem Krieg gegeben. Immerhin wurden die Roma 1997 als ethnische Minderheit anerkannt. An der Umsetzung hapere bis indes bis heute.

Deutsche Sinti und Roma gelten in Deutschland als gut integriert. „In Frankreich“, so merkte Wolfgang Wippermann an, „ können die Roma von Verhältnissen wie in Dortmund nur träumen.“ Man müsse sich nur mal die Slums dort anschauen. Und sich darin erinnern, wie Ex-Präsident Sarkozy mit ihnen verfuhr: Stichwort: Ausweisung. In Rumänien seien die Roma nach dem Ende des Sozialismus von ihren Arbeitsplätzen verdrängt worden. „Tötet Roma!“ könne man da heute beispielsweise in einem Fußballstadtion lesen. In Ungarn hetze und wüte die Nachfolger der Pfeilkreuzler, die (zweitstärkste Partei in Ungarn), Jobbik („Die Besseren“) gegen Roma. In Jugoslawien wären Roma weitgehend integriert gewesen. Viele kamen als Gastarbeiter nach Westdeutschland Gastarbeiter und seien hier voll integriert. Zerfall. Diese Roma wollten immer jugoslawisch sein. Nachdem die Zerschlagung der Bundesrepublik Jugoslawien mit deutscher Hilfe gelaufen war, schwammen ihnen auch dort die Felle davon. Wippermann wütend: Und heute stelle sich unsere Regierung hin und erklärt etwa den Kosovo als sicheres Herkunftsland! Journalisten verharrten in einer Schweigespirale. Angriffe gegen Roma in diesen „sicheren Herkunftsländern“ des Balkans thematisierten sie nicht.

Wolfgang Wippermann: Betreffs Europa ist „alle Hoffnung verloren, das kann man in die Tonne stopfen“

Der Historiker Wolfgang Wippermann (rechts) beim 2. Roma Kulturfestival in Dortmund mit Moderator Bastian Pütter (links), Foto: C.-D. Stille

Der Historiker Wolfgang Wippermann (rechts) beim 2. Roma Kulturfestival in Dortmund mit Moderator Bastian Pütter (links), Foto: C.-D. Stille

Europa, kritisierte Professor Wippermann, toleriere die Diskriminierung der Roma in Westeuropa und Osteuropa gegenüber den Roma: „Gegenüber den Roma ist die EU längst zu einer „Unwertegemeinschaft“ geworden, die ihnen das Asylrecht verweigere. Die EU sei nur noch eine Wirtschaftsgemeinschaft und mit Bankenrettungen beschäftigt. Wippermann nüchtern: „Der europäische Traum ist vorbei. Wir Europäer sollten aus ihm erwachen und für die Rechte europäischen Roma kämpfen.“ Früher habe es geheißen: „Die Wäsche weg, die Roma kommen.“ Heute sage man: „Asylrecht, die Roma kommen.“

Wolfgang Wippermann lobte Dortmund für seine Bemühungen, den ankommenden Roma zu helfen. „Hier ist offenbar noch eine Zivilgesellschaft vorhanden.“ Da bestehe einige Hoffnung. Aber was Europa angehe, „da hab er alle Hoffnung verloren, das kann man in die Tonne stopfen. Europa hat versagt. Sollen sich nur noch um die Banken kümmern.“

Europa, beklagte Wippermann, habe keine Ideen. Seien früher die Juden als Sündenböcke benutzt worden, seien dies u.a. heute die Roma. Schließlich sei Antisemitismus sanktioniert. Betreffs einer Abgrenzung von Roma, da rege sich keiner auf. Von Wirtschaftsflüchtlingen und Sozialschmarotzern könne ungestraft die Rede sein. Rassistische Diskriminierung finde weiter statt, obwohl man nicht mehr von Zigeunern spricht. Aber Stammtisch versteht ja auch so.

Nur mal so: ein eigener Staat der Roma mit Atombombe?

Auch erfolge kein Aufschrei, wenn die Regierung bei Flüchtlingen selektiert. Um Roma abschieben zu können, erkläre man Staaten zu sichereren Herkunftsländern. Und dann läuft die Wippermannsche „Maschine“ noch einmal mit voller Kraft. Der Professor sprach von der Teilnahme an einer Historikerkonferenz. Da habe er mit jemanden gefragt, warum denn die Roma, die größte europäische Minderheit (es wird von 12 Millionen Menschen gesprochen) keinen eignen Staat gründe. Vielleicht würden ja die Rechte dieser Menschen dann endlich respektiert? Immerhin habe das ja bei den Juden mit Israel auch geklappt. Und die hätten ja die Atombombe. Den führe so schnell keiner an den Karren. Und provokativ habe er nachgesetzt: Wenn die Roma auch einen eignen Staat und auch eine Atombombe … Die Blicke, die ihn da trafen, werde er nicht vergessen.

Vor Wolfgang Wippermann muss nicht gewarnt werden. Und kommt er auch noch so polemisch daher. Damit erhellt er die Sachverhalte bis zur absoluten Kenntlichkeit.  Nein, der Mann muss zu Vorträgen eingeladen werden. Und zu Talkshows im Fernehen. Mehr davon! Ein engagierter Auftritt war das im Dortmunder Theater im Depot. Ein Vortrag mit ernstem Hintergrund, aufgelockert mit humorvollen Einsprengseln. Mögen doch mehr Leute in diesem unserem Lande so „streitbar“ sein und in deutschen Vortragssälen, Rundfunk- und Fernsehsendern reichlich zu Wort kommen. In diesen miesen Zeiten, des Niedergangs des politischen Europas samt seiner einst vollmundig postulierter, nun jämmerlich absaufender  europäischer Werte, werden Leute wie Wippermann benötigt, die nicht hinterm Berge halten.

Aus dem Programm des 2. Roma Kulturfestivals DJELEM DJELEM zu diesem anregenden Abend:

„Lange waren Sinti und Roma aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit weitgehend verschwunden: Eine Mischung aus Bettelei und Folklore, das war alles, was von dem einstigen Schreck- und Sehnsuchtsbild der „Zigeuner“ übrig geblieben war. Erst die „Armutszuwanderung“ aus Südosteuropa hat Sinti und Roma wieder ins Blickfeld gerückt – und das alte Feindbild wiederbelebt.

 

Wolfgang Wippermann geht den Vorurteilen auf den Grund und differenziert religiöse, soziale, romantisierende und rassistische Motive. Zusammen bilden sie, so erklärt er, eine eigenständige Ideologie: den Antiziganismus. Der entsteht nicht etwa im Bodensatz der Gesellschaft oder ist historisch erledigt, diese Ideologie ist nach wie vor politisch gewollt: Sie dient der Abgrenzung vom vermeintlich Fremden und der Legitimation von Herrschaft. Doch sie verletzt den europäischen Wertekanon und muss genauso geächtet werden, wie es der Antisemitismus wird. Es wird Zeit, dass Europa begreift: Niemand ist ein Zigeuner!“

Dortmund: Roma-Flagge über der Stadt – DJELEM DJELEM läuft bis 12. September

Dortmunds Stadtdirektor Jörg Stüdemann (links) eröffnet im Beisein der Mitorganisatoren Ersoj und Armida das 2. Roma Kulturfestival DJELEM DJELEM im Theater im Depot; Fotos. C.-D. Stille

Dortmunds Stadtdirektor Jörg Stüdemann (links) eröffnet im Beisein der Mitorganisatoren Ersoj und Armida das 2. Roma Kulturfestival DJELEM DJELEM im Theater im Depot; Fotos. C.-D. Stille

Nach der Performance „Schubladen“, draußen in der Tramreparaturhalle des einstigen Depots auf der Dortmunder Immermannstraße, begrüßte Stadtdirektor Jörg Stüdemann die Gäste zur Eröffnung des 2. Roma Kulturfestivals DJELEM DJELEM auf der Bühne des Theaters im Depot. Stüdemann sagte eingangs, man wolle neben den Kulturbegegnungen, die sich nun aneinander reihten und zu besichtigen seien, auch „auf die Lebenszustände und Lebensumstände der Neubürger in Dortmund aufmerksam machen“. Es gelte vor allem „Arbeit und Wohnen“ dieser Menschen zu organisieren. Derzeit lebten in Dortmund viele tausend Menschen „vor allem aus Bulgarien und Rumänien, aus Spanien und auch aus Mazedonien.“ Die Lebenssituation der Menschen mit vielen Kindern sei „alles andere als rosig“, Jörg Stüdemann in seiner Ansprache.

Stadtdirektor Jörg Stüdemann: Nicht von Vorurteilen und antiziganistischen Verwirrungen verblenden lassen

„Wir alle als Wohlfahrtsorganisationen, aber auch als Stadtverwaltung sind dazu aufgerufen hier eine Veränderung herbeizuführen.“ Man sei „glücklich darüber, dass so viele Kinder in die Stadt gekommen sind: Die Zahl der Kinder ist im Verlaufe eines Jahres um fast 2000 gestiegen.“ Vor noch wenigen Monaten bzw. vor zwei Jahren „gab es hier düstere Prognosen wie sich die Kinderzahlen in Dortmund entwickeln würden. Das Gegenteil ist mittlerweile eingetreten.“ Aber dazu gehöre eben auch, „dass wir eine Verantwortung für einander empfinden und sagen, wir müssen dann dafür Sorge tragen, dass diese Kinder in dieser Stadt aufwachsen können, die Beschulung funktioniert, der Kindergarten besucht werden kann und dass man sich in dem Miteinander nicht von Vorurteilen und antiziganistischen Verwirrungen verblenden lässt.“ Was sozusagen an die deutsche Stadtgesellschaft gerichtet sei.

An die Roma gerichtet, sagte Stüdemann: Haben Sie den Mut und habt den Mut, euch selbst zu organisieren, Projekte auszurufen, Aufmerksamkeit zu organisieren. Lebt stolz die Kultur, die ihr mitbringt!“ Man wolle auch darüber sprechen, „ob es Sinn machen kann ein Haus der Romakulturen für das Ruhrgebiet in Dortmund zu etablieren.“ Jörg Stüdemann wünschte dem Festival ein gutes Gelingen.

AWO Geschäftsführer Andreas Gora: Die Arbeit für das Festival hat auch uns „den Blick zurechtgerückt“

AWO-Unterbezirksvorsitzender Andreas Gora während seiner Ansprache.

AWO-Unterbezirksvorsitzender Andreas Gora während seiner Ansprache.

Der Geschäftsführer Arbeiterwohlfahrt des Unterbezirks Dortmund, Andreas Gora, drückte seine Freude darüber aus, dass man dieses Festival organisiere. „Das hat uns auch ’ne Menge gebracht. Und hat uns auch den Blick zurechtgerückt in einer Stadt, die sich häufig zwar als modernistisch und populär und weltoffen präsentiert – aber vielleicht nicht immer ist.“ Gora bedankte sich bei allen, die am Festival mitarbeiten und es ermöglichten. Ausdrücklich erwähnte Andreas Gora die beiden Schirm“herren“ des Roma Kulturfestivals, die da seien, Peter Maffay – „Ich mag den ja nicht“, so Gora, (Lachen im Publikum),  „freue mich aber trotzdem, dass es gelungen ist  ihn zu gewinnen“ sowie Aydan Özuguz, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Theatervertreter: DJELEM DJELEM ein „Glücksfall“

Ein Vertreter des gastgebenden Theaters im Depot erinnerte daran, dass das „im wahren Sinne Naheliegende, nämlich der Stadtteil in welchem wir arbeiten, die Menschen die hier leben, die soziale Wirklichkeit der Stadt in der wir uns bewegen“ aus dem Blickfeld gerate. Man wolle Kulturort, Treffpunkt, Ort des Austausches und Ort der Unterhaltung für all die zu sein, die in unserer Nachbarschaft, der Dortmunder Nordstadt wohnen.“ DJELEM DJELEM bezeichnete der Theatermann als „Glücksfall“. „Wir finden es großartig und beispielhaft, dass die Veranstaltungspartner der AWO, des Kulturdezernats, der Auslandsgesellschaft, der verschiedenen Selbstorganisationen der Roma wie Terno Drom“ und anderer in diesem Sinne tätigen Organisationen „sich mit uns in diesem Projekt zusammengetan haben für diese kulturell und gesellschaftlich wichtige Arbeit in der Wirklichkeit unserer Stadt“. Und weiter: „Kultur in all ihren Ausprägungen ist für alle und per se nicht an nationale oder ethnische Grenzen gebunden. Und Kultur kann grundsätzlich in jeder Gemeinschaft jedem Zusammenleben Identität und Zusammenhalt stiften.“ Dass man die Roma-Kulturen in den Fokus des Festivals stelle, „ist ein Ausdruck des Respekts vor den kulturellen Leistungen dieses so häufig unterdrückten Volkes, ebenso wie es Fanal sein soll für den Zusammenhalt aller Menschen in dieser Stadt – seien sie hineingeboren, geflohen, gewandert oder auf sonstigen Wege dahin geraten.“

„Willkommen ist der erste Schritt zur Heimat.“ Man würde sich glücklich schätzen, wenn man an den „Geburtsvorbereitungen“ eines guten Zusammenlebens in der Stadt einen Anteil geleistet habe.

Programmheft via AWO-Unterbezirk Dortmund.

Programmheft via AWO-Unterbezirk Dortmund.

Seit gestern nun  „weht“ vom U-Turm der Stadt Dortmund herab und als Videoprojektion weithin sichtbar die Flagge der Roma. Zu verdanken ist das dem Dortmunder Kult-Regisseur und Film-Professor  Adolf  Winkelmann und seinen  MitarbeiterInnen.

Das Kulturfestival DJELEM DJELEM findet vom 2. bis zum 12. September 2015 an unterschiedlichen Orten in Dortmund statt. Den Veranstaltungskalender finden Sie hier.

Dortmund: 2. Roma Kulturfestival DJELEM DJELEM mit der Performance „Schubladen“ eröffnet

Ouvertüre zum Festival: Das Projekt "Schubladen" im Dortmunder Theater im Depot; Fotos. C.-D. Stille

Ouvertüre zum Festival: Das Projekt „Schubladen“ im Dortmunder Theater im Depot; Fotos. C.-D. Stille

Jeder Mensch hat Vorurteile. Besser gesagt: eignet sie sich im Laufe des Lebens an. Denn mit Vorurteilen kommen niemand auf die Welt. Wer Vorurteile teilt oder selbst welche fällt, tut sich sich schwer damit, diese zu bekämpfen oder gar abzubauen. Eine empfehlenswerte Medizin, dies zu tun, ist das Buch „Achtung! Vorurteile“ des leider zu früh verstorbenen Sir Peter Ustinov.

Damit alles schön einfach bleibt

Und wo es Vorurteile gibt, existieren auch Schubladen. Schubladen, um Menschen hineinzustecken. Damit alles schön einfach bleibt. Damit das eigne Weltbild bloß nicht ins Wanken gerät.

Am 2. September ist das 2. Roma Kulturfestival „DJELEM DJELEM“ im Dortmunder Theater im Depot auf der Immermannstraße eröffnet worden.

Sozusagen als Ouvertüre zum Festival ging das interessante Projekt „Schubladen“ über die „Bühne“, wo einst Dortmunder Straßenbahnen repariert und gewartet wurden.

Nicht einfach, aus Schubladen wieder herauszukommen

Die zündende Idee dahinter war, dass „Schubladen“ im Sprachgebrauch nicht selten Synonyme für begrenztes, vorurteilsbehaftetes Denken sind. Im Alltag erweist sich ihr Gebrauch als überaus nützlich, um das eigene Weltbild zu pflegen und nur nicht revidieren zu müssen. Gerade in Deutschland sind Schubladen reichlich in Gebrauch. Wer einmal – sei es als Einzelperson oder gar als Volksgruppe in eine solche hineingesteckt wurde, kommt schwerlich wieder heraus. Auch die Medien sind da keine große Hilfe: eher ist das Gegenteil der Fall.

Das Projekt

Blick in eine der Schubladen.

Blick in eine der Schubladen.

Das Projekt „Schubladen“ von kulturpflanzen e. V. hat gemeinsam mit Akteuren in der Nordstadt, insbesondere Roma und anderen Migranten ein Projekt auf die Beine gestellt, das gestern nun erstmalig im Rahmen des Roma Kulturfestivals „DJELEM DJELEM“ präsentiert wurde. Bespielt wurde ein Objekt aus gebrauchten Schubladen, die von bodo e. V. gesammelt wurden.

Hier geht es um Fußball ...

Hier geht es um Fußball …

Zusammengefügt und gebaut wurden sie von der Jakob-Muth-Schule in Bochum. Gefüllt sind die Schubladen mit Geschichten und Gegenständen, die erzählen, wie Roma und andere Migrantinnen und Migranten Deutschland sehen.

Was sie u.a. beschäftigte:

„Wie die Deutschen mit Tieren umgehen, gefällt mir. In Rumänien und Spanien werden sie mit Füßen getreten.“

 

„Ich habe geglaubt, dass in Deutschland mehr Licht ist. U-Bahnen kannte ich vorher nicht.“

 

„Meine Tante in Rumänien wohnt in einem Haus mit Schlangen. Hier gibt es sowas nicht.“

 

„Es ist gut, dass es im Kindergarten so viel Platz zum Spielen gibt.“

Die Akteure, Kinder und Jugendliche, geboren in Spanien, Rumänien oder Deutschland, die alle zusammen in Dortmund leben, vermochten den Grundgedanken dieser Performance mit Bravour herüberzubringen. Jeder und jede hat eben (von Außen) bestimmte Vorstellungen (bzw. Vorurteile) über ein Land und seine Menschen. Nicht selten müssen diese Vorstellungen bei Eintritt in die Wirklichkeit dieses Landes und seiner Menschen revidiert werden. Das Gleiche gilt für hier geborene Menschen, betreffs ihres Blickes auf Ausländer.

Schlummernde Potentiale bei den Zugewanderten

Einer der Höhepunkte von "Schubladen".

Einer der Höhepunkte von „Schubladen“.

Im Verlaufe der kleinen Vorstellung wurde gerade bei der  Eigenvorstellung der Kinder deutlich, welche Potentiale in Migranten vorhanden sind: „Ich heiße … und komme aus Rumänien. Ich spreche Rumänisch, Romanes und etwas Deutsch.“ Oder: „Ich komme aus Spanien und spreche Spanisch, Romanes, Englisch und bisschen Deutsch.“ Und die deutschen Mädchen: „Ich spreche Deutsch und Englisch und … Deutsch.“  Bei den Zuschauern schien für Momente eine Idee auf, wie das Zusammenleben von Migranten und Mehrheitsbevölkerung gegenseitig befruchtend sein könnte.

Künstlerische und pädagogische Leitung des Projektes und Umsetzung:
Manuela Wenz und Lena Leniger, kulturpflanzen e. V.. Förderer & Veranstalter: Interkulturelles Zentrum, bodo, Kultur Rucksack NRW sowie kulturpflanzen e. V.

Guter Start ins Festival

Ausgelasse Stimmung bei den Gästen.

Ausgelassene Stimmung bei den Gästen.

Ein zu Herzen gehendes – engagiert vorgetragenes und mit Leben erfülltes Projekt! Eine hervorragende Ouvertüre zum Start des 2. Roma Kulturfestivals in

Bulgarische Straßenmusiker gaben alles. Im Hintergrund ein Büffett mit Balkanspezialitiäten.

Bulgarische Straßenmusiker gaben alles. Im Hintergrund ein Buffet mit Balkanspezialitiäten.

Dortmund. Für Stimmung sorgten bulgarische Straßenmusiker – dazu wurde ausgelassen getanzt. Dazu bestens passend, stand für die Gäste ein Buffet  mit leckeren Balkanspezialitäten bereit. Wenn das kein guter Start in das Festival war!

Dortmund: 2. Roma Kulturfestival beginnt am 2. September

Programmheft via AWO-Unterbezirk Dortmund.

Programmheft via AWO-Unterbezirk Dortmund.

Das erste Roma-Kulturfestival fand vor einem Jahr in Dortmund statt. Es hat seinerzeit von sich reden gemacht, wurde herzlich begrüßt und auch medial positiv zur Kenntnis genommen. Erfreulicherweise gibt es in diesem Jahr eine Neuauflage. Abermals steht es unter dem Titel „Djelem, Djelem“. „Djelem, Djelem“ ist der Name der internationalen Roma-Hymne. Man kann es mit „Ich gehe“ übersetzen.

Das 2. Dortmunder Roma Kulturfestival findet vom 2.-12. September 2015 statt.
„Zehn Tage lang“, melden die Veranstalter – die AWO, JUROMA, Kultur K, die Stadt Dortmund, das Theater im Depot, TERNODROM – gibt es im Rahmen des Dortmunder Roma Kulturfestivals eine Vielzahl von Veranstaltungen zu Musik, Theater, Film, Fortbildung und Begegnung vom Depot über den Nordmarkt bis in die Dortmunder City. Dieses Festival bietet zum zweiten Mal die Gelegenheit, Theater und Musik, Lebensweisen und Speisen, kurzum die vielen Facetten der reichen Roma Kultur(en) zu erfahren und zu genießen. In der öffentlichen Wahrnehmung in Dortmund sollen somit die positiven Facetten der Herkunftskulturen in den Vordergrund gerückt werden.

Offenbar hat der 1. Roma Kulturfestival über Dortmund hinaus Ausstrahlung bewirkt. Immerhin hat keine keine Geringere, als Staatsministerin Aydan Özuguz, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration die diesjährige Schirmherrschaft des Festivals übernommen. Zusammen mit Musiker Peter Maffay.

„Jenseits aller Klischees“, schreibt Özuguz unter anderem, „bietet das Kulturfestival allen Interessierten die Möglichkeit, die vielen Facetten der reichen Roma-Kulturen zu erfahren und genießen. Denn über Europas größte Minderheit wird auch in Deutschland zwar viel geredet und geschrieben, aber wenig gewußt. Über Jahrhunderte gepflegte Vorurteile und neue Ressentiments gegen ‚Armutszuwanderer‘ und ‚Problemfälle‘ prägen so manche Debatte und werden wohl auch nicht von heute auf morgen verschwinden.“

Peter Maffay: „Ich bin groß geworden in Siebenbürgen, das heut zu Rumänien gehört, und kenne heute noch – oder besser ich habe sie wiederentdeckt – viele großartige Romamusiker. Herzliche, zugewandte, wissende Menschen, denen ich mich verbunden fühle.“

Hier das Lied „Djelem, Djelem“ via  Minotaurus 110/You Tube:

Beide unterstützen das Anliegen der Veranstalter, „mit „Djelem Djelem“ die Willkommenskultur in Dortmund zu fördern und Vorurteile durch Begegnung abzubauen. Die Veranstalter werten „dies als Ermutigung „Djelem Djelem“ als wichtiges Kulturangebot in Dortmund zu etablieren“.

Die Festivalveranstalter weisen besonders auf die Fortbildung für „Pädagogische und kulturelle Arbeit mit Roma-Jugendlichen“ hin:
„Unter anderem wird es um Themen wie geschlechterspezifische Arbeit, den Übergang von der Schule in den Beruf sowie theaterpädagogische Ansätze gehen. Experten, die in der praktischen Arbeit mit Roma-Jugendlichen tätig sind, werden in Arbeitsgruppen Best-Practice Beispiele vorstellen und mit den Teilnehmern relevante Aspekte der Arbeit mit der Zielgruppe diskutieren und erarbeiten.

Im Dortmund Konzerthaus wird es am Samstag, den 12. September, 20.00 Uhr einen Abend mit Esma Redžepova und Mostar Sevdah Reunion geben.
Hinweis: Hier gibt es das vollständige Programmheft zum Download als PDF: Flyer DJELEM DJELEM 2015 web

Weitere Infos auf www.facebook.com/DJELEM_DJELEM.Dortmund