Am 20. Geburtstag des Magazins Ohrenkuss: Angela Fritzen erhält den 1. Ohrenkuss-Preis

Die stolze Preisträgerin Angela Fritzen (rechts im Bild). Fotos: Britt Schilling.

Wie bereits gemeldet (hier) feierte das Magazin Ohrenkuss gestern seinen 20. Geburtstag. Gleichzeitig ist der 1. Ohrenkuss-Preis verliehen worden. Ohrenkuss-Chefredakteurin Katja de Bragança gibt bekannt:

„Gestern feierten rund 150 Menschen in der Bonner Harmonie den 20. Geburtstag des Magazins Ohrenkuss …da rein, da raus. Im Rahmen der Party wurde der erste Ohrenkuss-Preis an Gründungsmitglied Angela Fritzen verliehen. Die 42-jährige Bonnerin ist der Grund, warum des den Ohrenkuss heute noch gibt. Ursprünglich war das Magazin als Teil eines Forschungs-Projektes gestartet, begrenzt auf den Zeitraum von 2 Jahren. Danach wollte Chefredakteurin Katja de Bragança zurück in die Forschung. Angela Fritzen war damit nicht einverstanden. „Eine Zeitung mit nur 4 Ausgaben – das ist doch nix!“, fand sie. „Damit hast Du mein Leben verändert.“, sagt Katja de Bragança.

Herzlichen Glückwunsch, Angela Fritzen!

Angela Fritzen (rechts) überglücklich.

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Nach der Fehlentscheidung der SPD auf dem Sonderparteitag: Helfen wir der alten Tante wieder zurück zu ihren Wurzeln zu gelangen!

Was erlauben, SPD – was Martin Schulz?! Es kam wie befürchtet: Wenn auch knapp, so stimmten die Delegierten des SPD-Sonderparteitages gestern in Bonn dann doch für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union. Die Partei ist tief gespalten. Was wunder!

Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz hat m. E. eine unglaublich schlechte Rede gehalten. Schlecht, weil er vieles rosarot malte, was doch bei Lichte besehen nur grau ist. Gemeint ist das Ergebnis der Sondierungsgespräche mit der Union. Teilweise hatte ich den Eindruck einer Märchenstunde beizuwohnen. Dann wieder klangen manche Schulzsätze wie ein Pfeifen im tiefen dunklen Walde. Er verstieg sich sogar zu der Forderung nach Beendigung des Neoliberalismus. Gewiss eine wichtige und richtige Forderung. Nur kennen wir Schulz aus seiner Zeit in Brüssel als EU-Parlamentspräsident eigentlich nur als Verfechter einer neoliberalen Politik. Als deren Gegner ist er mir zumindest nicht aufgefallen. Einer ähnlichen Politik  redete – er äußerte damals über (bittere) Notwendigkeiten, die sich angeblich aus der Globalisierung ergeben würden – seinerzeit als Chef der Fraktion der Sozialisten im EU-Parlament – Martin Schulz einmal vor vielen Jahren auf einer Veranstaltung zur Eröffnung der Ruhrfestspiele Recklinghausen an einem 1. Mai das Wort. Wenn er nun den Neoliberalismus als Holzweg erkannt hat – was zu begrüßen wäre – muss man dem guten Mann aus Würselen aber mal fragen: „Wie willst du das in einer Großen Koalition mit der Union umsetzen?!

Die Rede von Martin Schulz

Hören Sie sich ruhig noch einmal die Rede (via Phoenix auf YouTube) von Schulz an. Bilden Sie sich ein eigenes Urteil.

Andrea Nahles will „verhandeln, bis es quietscht“ – Wird sie und die SPD am Ende von der Union nicht eher in die Fresse kriegen?

Wie die SPD nun in den wohl heute schon beginnenden Koalitionsverhandlungen mit der Union noch die den Delegierten gestern in Bonn versprochenen Verbesserungen betreffs diverser Punkte durchsetzen will, bleibt das Geheimnis der Parteiführung. Denn der Union gilt das Ergebnis der Sondierungen offenbar als unüberschreitbarer Rahmen betreffs der Koalitionsverhandlungen. Sowohl Volker Kauder wie auch Peter Altmaier haben sich in diese Richtung geäußert. Am lautesten pfiff die einst als Parteilinke geltende, nunmehrige Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag, Andrea Nahles im dunklen Walde: „Wir werden verhandeln, bis quietscht.“ Und deren Rede wurde von der Presse teils auch noch als die bessere im Vergleich zur Schulz-Rede hochgeschrieben! Macht sich „Pippi“ Nahles da die Welt nicht einfach so, widde widde es ihr gefällt, was sie einst im Bundestag der Regierungskoalition singend vorwarf? Wird sie und die SPD nicht vielmehr ab morgen in die Fresse kriegen . Und die Union dürfte „Bätschi!“ rufen. Einfach nur peinlich, diese Selbstüberschätzung. Und schlecht für die SPD. Und selbst wenn es zu einem Weiterso mit der Union käme, auch furchtbar schlecht für dieses Land.

Inge Hannemann argumentierte vor dem Sonderparteitag an die SPD präzise, warum sie sich gegen eine abermalige Große Koalition auspricht

Inge Hannemann (blaues T-Shirt). Archivbild: Claus Stille.

Noch vor dem Sonderparteitag am Sonntag hatte die als „Jobcenter-Rebellin“ bekanntgewordene Inge Hannemann in einer Rede präzise dargelegt, warum man sich gegen eine abermalige Große Koalition ausspreche.

Auf ihrem Blog „altonabloggt“ ist die Rede nachzulesen:

„Wir stehen hier, weil wir uns friedlich gegen eine Große Koalition aussprechen. Das hat auch gute Gründe. Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass die ursprüngliche SPD zurück zu ihren Wurzeln findet und für das steht, was zumindest in ihrer Parteiabkürzung steht: Sozial und demokratisch.

Ende Oktober sprach Schulz gegenüber „Die Welt“ davon, dass:

„Wir werden nicht in eine große Koalition eintreten. Wenn die schwarze Ampel scheitert, wird es Neuwahlen geben müssen. Die Verantwortung dafür müssten dann Frau Merkel, Herr Seehofer, Herr Lindner und Herr Özdemir tragen.“Die Ablehnung einer GroKo erwähnte Schulz bereits am Abend der Bundestagswahl und in regelmäßigen Abständen immer wieder. Nun stehen wir also hier und demonstrieren gegen die Planung einer GroKo. Schon irgendwie paradox. Fakt ist jedoch: Die GroKo wurde durch die Wählerinnen und Wähler abgewählt! Die Sondierungsgespräche sind vorbei und nach Politikermanier werden die Ergebnisse selbstverständlich von den Verursachern schön geredet. Schön ist aber etwas anderes. Ich kann das Ergebnis weder als Erfolg noch im Gesamten positiv bewerten. Das Sondierungspapier bezeichne ich mehrheitlich als einen Abklatsch eines Weiter So! unter der Knute Merkels und Scheinargumenten. Und wenn die CDU / CSU ihre außerordentliche Zufriedenheit kundtun, bestätigt mich dieses nur. Zurück bleibt eine gewisse Skepsis. Jeder, der eine Grundausbildung in Mathematik genossen hat, erkennt, dass die schrittweise Abstufung des derzeitigen Solibeitrages die hohen Einkommen entlasten. Niedrige Einkommen zahlen ja gar keinen oder einen sehr geringen Solibeitrag. Ähnliches finden wir in der Vereinbarung, dass der Spitzensteuersatz, anders als zuvor diskutiert, nicht angehoben wird. Das Genossinnen und Genossen ist eine Subventionierung der Reichen, der Gutverdienenden. Aber keine soziale Umverteilung, die dringend notwendig ist. Die einzige minimale Steuerentlastung sehe ich in der zukünftigen paritätischen Umwandlung der Krankenkassenbeiträge zu gleichen Teilen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Reicht das aus? Nein! Hier wäre ein klares Signal die Bürgerversicherung gewesen. Die kleinen Leute müssen nach wie vor tief in die Tasche greifen und immer mehr finden darin weniger. Dafür werden die Reichen und Superreichen immer reicher und von der Politik geschont. Das ist nicht sozialdemokratisch, sondern genau die Politik der CDU / CSU!

Schauen wir uns doch mal ein paar Punkte des Sondierungspapiers an:

  • Sachgrundlose Befristungen: passé
  • Reichensteuer: passé
  • Reformierung oder gar Distanzierung von der Agenda 2010: passé
  • Ausbau und Unterstützung bei der Inklusion: passé
  • Menschenwürdige Rente: passé.“ (…)

Hannemann appelliert an die SPD, zu ihren Wurzeln zurückzukehren

(…) „Die SPD kuscht erneut und lässt Mut vermissen. Mut für ein großes Denken, für ein wirkliches offenes Europa und für eine sozial-ökologische Politik, die für alle gilt. Kompromisse eingehen heißt nicht: Mehr Rhetorik als Überzeugung, heißt auch nicht, mehrheitlich von ihren eigentlichen Zielen abzurücken (ich erwähne hier Klimaziele). Ich frage mich wirklich, welche Stimmen hört die SPD-Basis, wenn sie von sozialer Gerechtigkeit sprechen? Nur ihre eigenen? Die in meinen Augen weitab von der Realität sind. Warum hören sie nicht auf die Stimmen aus der Bevölkerung, die bis heute gerade die Umsetzung der Agenda 2010 kritisieren und sich von der SPD abwenden? Ausnahmen bestätigen die Regel. Die Unzufriedenheit, ja auch die Wut, die Enttäuschung sind da und sie sind laut und haben in Teilen die Rechtsextremen gewählt und damit gestärkt. Das ist fatal! Und hier vermisse ich die Selbstreflektion der SPD. Fehler werden gemacht und dürfen gemacht werden. Aber ein sich darauf selbst loben, sie zu ignorieren ist Realitätsverlust und gefährlich. Und Fehler bewusst zu wiederholen, das ist einfach nur dumm. Stattdessen wird auf kritische interne Stimmen, die ihre Berechtigung haben, mit Kritik oder gar mit Beleidigungen reagiert. Nein, so geht das nicht. Das funktioniert nicht. Die SPD muss, um noch etwas zu retten, zurück zu ihren Wurzeln. Sie muss für das einstehen, was sie eigentlich proklamieren: Soziale Gerechtigkeit, sozialdemokratisches Denken und für die einstehen, die vom kapitalistischen Neoliberalismus, wie insbesondere von der CDU / CSU und FDP vertreten werden, überrollt werden. Alles andere ist Murks! Die Sondierer haben schlecht verhandelt und ein „Ja“ zur GroKo hat sich die SPD einfach nicht verdient. Ich kann nur sagen: SPD, ihr habt euch in größten Teilen über den Tisch ziehen lassen.

Und zum Schluss möchte ich den Sondierern zwei Dinge mit auf dem Weg geben:

  1. Wir alle waren mal Zwerge, und lieber einen Zwergenaufstand, als ein Weiter so!
  1. Willy Brandt sagte einmal:

„Die Wirksamkeit eines Parteitages richtet sich nicht danach, wieviel Papier er produziert, sondern welche Grundentscheidungen er trifft.“ (…)

Zum Schluss schreibt Inge Hannemann der SPD ins Stammbuch:

(…) „Solange sich nun die Sondierer hinstellen und von einem großartigen Ergebnis sprechen, aber gleichzeitig Nachverhandlungen fordern, solange wird auch das nichts mit der Glaubwürdigkeit. Und solange sie sich weiterhin selbst verraten, der linken SPD-Politik kaum Chancen einräumen und der Seeheimer Kreis die Oberhand behält, auch so lange wird das nichts mit der Glaubwürdigkeit. Kurz gesagt: Die SPD hat ein Glaubwürdigkeitsproblem und wundert sich. Ich wundere mich nicht. Schon lange nicht mehr.“

Quelle: altonabloggt

Die gesamte Rede von Inge Hannemann finden Sie hier.

Beiträge von mir zum Engagement von Inge Hannemann hier und hier.

Nach dem Sonderparteitag erklärte Marco Bülow, Bundestagsabgeordneter der SPD aus Dortmund, postwendend:

Marco Bülow (MdB SPD) ein engagierter Sozialdemokrat aus Dortmund. Archivbild: Claus Stille

„Heute hat der Sonderparteitag der SPD in Bonn mit 56,4% (362 von 642 abgegebenen Stimmen) für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union gestimmt. Dazu erklärt der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow:

Bei diesem sehr knappen Ergebnis geht die Parteiführung nicht als Sieger aus dem Parteitag. Nur durch ein Ablenkungsmanöver konnten die Delegierten dazu gebracht werden, am Ende doch mit JA zu stimmen. Dabei dürfen wir uns keine falschen Hoffnungen machen, aus zwei Gründen:

Erstens: Wenn sich die Union überhaupt noch auf Nachforderungen einlässt, wird sie teure Gegengeschäfte verlangen. Unterm Strich wird es höchstens ein Nullsummenspiel werden.

Zweitens: Die eingebrachten Nachforderungen sind – sofern sie durchkommen – nichts weiter als Nebelkerzen. Es sind Versprechungen, die nicht eingehalten werden müssen. Die Union wird in einer Regierung mehr Minister*innen und die Kanzlerin stellen und kann damit wieder leicht Projekte blockieren. Schon 2013 haben CDU/CSU versprochen und nicht geliefert: das Rückkehrrecht in Vollzeit, die Grundrente (solidarische Lebensleistungsrente), die Finanztransaktionssteuer.

Auch die Angst vor einer Neuwahl darf uns nicht leiten – mit Angst hat man schon verloren. Wenn wir glaubwürdig deutlich machen, dass wir dieses Mal nicht Erfüllungsgehilfe der Union sind, haben wir auch eine Chance, bei einer Neuwahl zu bestehen. Ich bin überzeugt, dass die SPD Mehrheiten gewinnen kann, wenn wir endlich wieder ein soziales Profil entwickeln.“

Quelle: Marco Bülow (SPD-Bundestagsabgeordneter, Dortmund)

Hier ein älterer Beitrag zum Engagement Marco Bülows.

Sozialdemokraten nicht allein lassen im Kampf für die Rückkehr der SPD zu ihren Wurzeln

Möge sich die alte Tante SPD im Sinne von Immanuel Kants „Sapere aude!“ ihres eigenen Verstandes (so noch vorhanden) bedienen, um sich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien!

Lassen wir für soziale Gerechtigkeit und Frieden engagierte Bürgerinnen und Bürger wahre Sozialdemokraten wie Marco Bülow oder den Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert und deren MitstreiterInnen nicht allein im Kampf für die von Inge Hannemann geforderte Rückkehr zu den Wurzeln dieser ältesten Partei Deutschlands! Halten wir einmal inne: Unser jahrelang angestauter Brast auf die SPD ist mehr als berechtigt. Aber können wir wirklich am drohenden Untergang der SPD ein Interesse haben? Andrea Ypsilanti hat in ihrer kürzlich im Westend Verlag erschienen Streitschrift „Und morgen regieren wir uns selbst“ wie eine Partei, die am Boden liegt, wieder aufstehen könnte.

Zuvörderst jedoch gilt es mit vereinten Kräften die für unserer Land und unsere Gesellschaft, für Europa und den Weltfrieden schädliche Große Koalition zu verhindern!

Köln/Bonn: TOUCHDOWN 21 für den Grimme Online Award 2016 nominiert

Für TOUCHDOWN 21 nahmen Julia Bertmann (3. v.l), Dr. Katja de Bragança (1. v.l.), Anne Leichtfuß (ganz rechts) und Prof. Dr. Dr. Heinz Schott (2. v.l.) die Nominierung entgegen. Foto: TOUCHDOWN21

Für TOUCHDOWN 21 nahmen Julia Bertmann (3. v.l), Dr. Katja de Bragança (1. v.l.), Anne Leichtfuß (ganz rechts) und Prof. Dr. Dr. Heinz Schott (2. v.l.) die Nominierung entgegen. Foto: TOUCHDOWN21

KÖLN/BONN. 29. April 2016 (via TOUCHDOWN 21/Bearbeitung: C.-D. Stille)

Eine höchst erfreulich Nachricht landete in meinen E-Mailfach: „www.touchdown21.info kann den Grimme Online Award 2016 in der Kategorie „Wissen und Bildung“ gewinnen.“

Zum Grimme Online Award

Der Grimme Online Award ist ein Preis für Internet-Seiten.

Alle Nutzer und Nutzerinnen können Seiten vorschlagen, die sie gut finden.

Dann prüft eine Gruppe von Menschen: Finden sie die Internet-Seite auch gut?

Diese Gruppe nennt man Nominierungs-Kommission.

In diesem Jahr wurden 1.200 Internet-Seiten vorgeschlagen.

Die Nominierungs-Kommission fand die Seite TOUCHDOWN 21 gut.

Darum gab es am 28. April eine Presse-Konferenz in Köln.

28 Internet-Seiten wurden vorgestellt.

Diese 28 Seiten sind für den Grimme Online Award 2016 nominiert.

Das bedeutet: Sie können den Preis gewinnen.

Für TOUCHDOWN 21 nahmen Julia Bertmann, Dr. Katja de Bragança, Anne Leichtfuß und Prof. Dr. Dr. Heinz Schott die Nominierung entgegen.

Es gibt 4 Kategorien für den Grimme Online Award:

Grimme Online Award Information 

Grimme Online Award Wissen und Bildung 

Grimme Online Award Kultur und Unterhaltung 

Grimme Online Award Spezial

TOUCHDOWN 21 ist in der Kategorie „Wissen und Bildung“ nominiert.

Eine Jury entscheidet: 

Welche Internet-Seiten sollen den Preis bekommen?

Bis zu 8 Preise können vergeben werden.

Welche Seiten einen Preis gewinnen, wird am 24. Juni 2016 bekannt-gegeben.

Bei einer Feier in Köln.

Deswegen fand die Nominierungs-Kommission TOUCHDOWN 21 gut:

Sie finden die Sprache auf der Seite gut.
Sie finden: In klarer Sprache kann man Dinge gut erklären.
Sodass alle Leute es verstehen können.


Das Logo von TOUCHDOWN21

Das Logo von TOUCHDOWN21

Hier kann man mehr über die Sprache bei TOUCHDOWN 21 lesen.

Sie mögen besonders den Bereich „Mein Alltag“ auf der Seite.
Weil dort Menschen mit Down-Syndrom selbst über ihr Leben schreiben.
Sie sagen: Welche Dinge sind ihnen wichtig in ihrem Leben?
Und warum?
So können ihre Stimmen gehört werden.

Es gibt nichts, was man nicht mit der Wissenschaft verständlich machen kann“, sagt Projekt-Leiterin Katja de Bragança.

Es gibt beim Grimme Online Award auch einen Publikums-Preis.

Jeder kann dafür abstimmen.

Auf dieser Internet-Seite:
http://www.tvspielfilm.de/news-und-specials/grimme/abstimmung/

TOUCHDOWN 21 ist ein Forschungs-Projekt.
Ein Forschungs-Projekt mit und über Menschen mit Down-Syndrom.
Das Forschungs-Projekt will Informationen sammeln.
Über Menschen mit Down-Syndrom in verschiedenen Zeiten.
Und in allen Ländern der Welt.
Das Projekt ist partizipativ.
Das bedeutet: Menschen mit und ohne Down-Syndrom arbeiten dabei zusammen.

Im Herbst 2016 wird es in Bonn eine TOUCHDOWN Ausstellung geben.
In der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Bonn.
Hier kann man mehr über die Ausstellung lesen.

Wie Trisomie 21 entsteht.

Mehr zum Grimme-Institut hier und hier

Ein älterer Beitrag auf meinem Blog zum Projekt Touchdown21.

Kobane in Not – Kurden schlagen mit zivilem Ungehorsam Alarm in Europa

Die IS-Terroristen sind dabei,Kobane einzunehmen; Foto: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft via Pixelio.de

Die IS-Terroristen sind dabei,Kobane einzunehmen; Foto: Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft via Pixelio.de

BBC berichtete diese Nacht, die schwarze Fahne des sogenannten Islamischen Staates (IS) sei das erste Mal über Kobane aufgetaucht. Kobane (arabisch: Ain_al-Arab) ist seit einiger Zeit hart umkämpft. Schwere Gefechte zwischen Volksverteidigungseinheiten und IS in der Stadt Kobane wurden gemeldet. Abermals seien hunderte ZivilistInnen in Richtung türkische Grenze geflohen. Mehr als 160.000 Menschen sollen die Stadt schon verlassen haben. Die Stadt soll einmal 54.681 Einwohner (geschätzter Stand 2007) gehabt haben.

Ban Ki-moon ruft zum Schutz der Zivilbevölkerung auf

Der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat dazu aufgerufen, dass für den Schutz der Zivilbevölkerung dringend gehandelt werden soll. Die Ereignisse in der Stadt seien besorgniserregend. Zudem erklärte Ban, dass die IS bekannt für ihre grausamen Menschenrechtsverletzungen ist. (Informationen via Civaka Azad Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit – Liveticker)

Vielerorts, so auch in Europa, sind Kurden über die besorgniserregenden Meldungen beunruhigt. Und nicht nur das. Sie fühlen sich auch ziemlich hilflos. Tut die internationale Gemeinschaft genug,um die Menschen in Kobane zu schützen? Viele bezweifeln dies. Der Türkei trauen sie nicht. Sie werfen Ankara vor  den Kurden in Kobane nicht zu helfen. Schließlich dürfte die Türkei an einem Erstarken kurdischer Staatsgebilde in Grenznähe kein Interesse haben.

Niederländisches Parlament besetzt – Aktion bei der Deutschen Welle in Bonn

In ihrer Ohnmacht und Verzweiflung machen zahlreiche Kurden mit unterschiedlichen Aktionen in Europa auf die bedrohliche Situation vor Ort aufmerksam. Auf Flughäfen, Bahnhöfen und in europäischen Stadtzentren. In Bonn drangen Kurden in die Räumlichkeiten der Deutschen Welle ein. Kurzzeitig wurde das niederländische Parlament besetzt. Laut Polizei ging es friedlich dabei zu.

CDU-Zentrale in Dortmund besetzt

Der YXK-Verband der Studierenden aus Kurdistan und Cîwanên Azad führte am gestrigen Nachmittag eine Aktion des zivilen Ungehorsam in Form eines Sitzstreiks in der CDU-Zentrale in Dortmund durch. Laut Nachrichtenportal „derwesten“ sowie nach „Polizeiangaben handelte es sich um eine Gruppe von 14 Personen, die mit der Aktion gegen den Terror der IS-Milizen protestieren wollten.

Die Kurden räumten das Büro am Nachmittag freiwillig nach einem Gespräch mit dem stellvertrenden CDU-Kreisverbandsvorsitzenden Sascha Mader. Anzeigen wurden nicht erstattet. Zuvor hatte die Gruppe nach eigenen Angaben bereits SPD-Büros in anderen Städten besetzt.“

Linksparteiabgeordneter Niema Movassat: „Gute Aktion!“

Den jungen Aktivisten in Dortmund ging es in erster Linie um die Verbreitung ihrer Forderungen. Diese veröffentliche der Linksparteiabgeordnete Niema Movassat aus Nordrhein-Westfalen auf seiner Facebook-Seite. Movassat nannte die Demonstration eine „Gute Aktion“.

Hier nun die Forderungen der Aktivisten:

Stoppt die Waffenlieferungen an Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und alle die den IS unterstützen – Unterstützt den Widerstand in Kobanê – Erklärung des Verbandes der Studierenden aus Kurdistan- YXK und der Cîwanên Azad

 

An die Presse und Öffentlichkeit!


Um gegen die Barbarei des IS zu protestieren und uns mit dem Widerstand in Kobanê zu solidarisieren haben wir als YXK-Verband der Studierenden aus Kurdistan und Cîwanên Azad eine Aktion des zivilen Ungehorsam in Form eines Sitzstreiks in der CDU-Zentrale in Dortmund begonnen. Die Aktion wird unterstützt von SolidNRW & Young Struggle.

 

Wie bekannt, greift die Terrororganisation IS mit schweren Waffen besonders seit dem 15. September das Kanton Kobanê in Rojava/Nord-Syrien an. Vom Süden, Westen und Osten ist die Region durch den IS belagert.

 

Im Norden patrouilliert der türkische Staat und unterstützt dadurch diese Angriffe. Wenn nichts unternommen wird, sind Massaker an die Bevölkerung mit tausenden Opfern vorprogrammiert. Internationale Mächte haben jahrelang aktiv oder durch nichts-tun passiv die Stärkung des IS unterstützt.

 

Vor allem spielt die Türkei dabei eine tragende Rolle. Die Luftangriffe, die vor allem durch die USA geflogen werden, sind, was ihre Wirkung in Kobanê angeht, nichts weiter als Augenwischerei.

 

Die Kraft die am effektivsten gegen die Angriffe des IS Widerstand leistet sind die Einheiten der Kurdischen Freiheitsbewegung, die YPG und die HPG, die seit dem 15. September im besonderen in Kobanê, seit Monaten aber auch in Shengal und Maxmur, das Leben von Zehntausenden, KurdInnen, ChristInnen, EzidInnen, TürkmenInnen und viele andere Volks-, Religions-, und Sozialen Gruppen verteidigen.

 

Die Kurdische Gesellschaft leistet einen großen Widerstand gegen den IS und das wird unter allen Umständen weiterhin anhalten. Allerdings stellt die direkte und offene Unterstützung des türkischen Staates an den IS, die Ignoranz der internationalen Mächte gegenüber der Angriffe des IS sowie ihre Doppelmoral, zehntausende Menschenleben in Kobanê und in ganz Rojava in Gefahr.

 

Mit schweren gepanzerten Fahrzeugen und Raketen greift der IS mit der Unterstützung des türkischen Staates Kobanê an, während die internationale Gemeinschaft diese Tragödie nur beobachtet. Der IS hat durchaus das Potential in den nächsten Stunden mit größeren (möglicherweise auch chemischen) Waffen ein Massaker in Kobanê anzurichten.

 

Sowohl regionale als auch internationale Kräfte wissen sehr gut, welche Ausmaße diese Angriffe angenommen haben. In der breiten Öffentlichkeit sind sie ein großes Thema. Dennoch folgt diesen Diskussionen und Informationen keine politische Praxis der verantwortlichen PolitikerInnen.

 

Im Gegenteil, die westlichen Staaten stimmen den Angriffen durch ihr Nichts-Tun fast förmlich zu, während die Türkei weiterhin den IS mit allen Mitteln unterstützt. Insbesondere die CDU ist mit ihrer opportunistischen Politik im Kampf gegen den IS durchgefallen. Zuletzt bestätigte sich diese Doppelmoral am 2. Oktober durch die Zustimmung der von der CDU und der Bundeskanzlerin Angela Merkel angeführten Bundesregierung für weitere Waffenlieferung an Staaten wie Katar und Saudi Arabien, die seit Jahren den IS unterstützen.

 

Wir als Cîwanên Azad und Verband der Studierenden aus Kurdistan – YXK führen diese Aktion des zivilen Ungehorsams in der Dortmunder CDU-Zentrale durch, um die Weltgemeinschaft und demokratische zivilgesellschaftliche Institutionen auf die Gefahr eines großen Massakers durch den IS in Kobanê aufmerksam zu machen, die Medien darüber zu sensibilisieren und um den Widerstand gegen den Terror des IS in Kobanê zu unterstützen.

 

Unser Ziel ist es den Koalitionspartner CDU dazu zu bewegen endlich Schritte einzuleiten.

Unsere konkreten Forderungen sind:

1.Alle Waffenlieferungen an Saudi Arabien, Katar, Kuwait, Vereinigte Arabische Emirate und anderen Ländern, die offensichtlich den IS unterstützen müssen sofort gestoppt werden. Wir erwarten eine öffentliche Positionierung der CDU bezüglich der Angriffe des IS in Kobanê und dass sie dementsprechende praktische Schritte in der Politik einleitet. Dazu gehört die Unterstützung der KurdInnen in Kobanê im politischen, diplomatischen und logistischen Bereich, sowie im Bereich der Selbstverteidigung.

 

2. Die CDU und die deutsche Regierung haben die Möglichkeiten, die Türkei unter Druck zu setzen, damit sie ihre Unterstützung an die IS einstellt. Diesbezüglich erwarten wir Schritte von der CDU. Auch besitzt die CDU die Möglichkeiten eine bevorstehende Besatzung Rojavas/Nord-Syriens durch die Türkei zu verhindern. Dafür sollte die CDU vor allem den Friedensprozess in Nord-Kurdistan/Türkei unterstützen.

 

3. Die CDU und die Bundesregierung müssen endlich Schritte einleiten um das PKK Verbot in Deutschland und der EU im Interesse der Völker aufzuheben. Gegen den IS müssen viel effektivere Maßnahmen in der BRD unternommen werden.

 

4. Um unsere Forderungen besser zu kommunizieren wünschen wir uns ein Gespräche mit dem CDU Bundestagsabgeordneten Steffen Kanitz und der CDU NRW-Landtagsabgeordnetin Claudia Middendorf.

 

Wir rufen außerdem die Presse dazu auf zur Dortmunder CDU-Zentrale zu kommen, damit wir unsere Forderungen ihnen gegenüber erneut zur Sprache bringen können.
Pressekontakt: 01736875952
6. Oktober
Verband der Studierenden aus Kurdistan – YXK
Cîwanên Azad – Freie demokratische Jugend

Ohrenkuss … da rein, da raus

OHRENKUSS - Chefredakteurin Katja de Braganca und mit Achim; Foto: Britt Schilling mit freundlicher Genehmigung; Ohrenkuss.

OHRENKUSS – Chefredakteurin Katja de Braganca und mit Achim; Foto: Britt Schilling mit freundlicher Genehmigung; Ohrenkuss.

Was als temporäres Forschungsprojekt der Uni Bonn vorgesehen war, behauptet sich zur Freude vieler als nicht mehr wegzudenkendes journalistisches Medium. OHRENKUSS  erfährt viel Medieninteresse.  Die Zahl der Abonennten erhöhte sich von Jahr zu Jahr. Es dürften jetzt um die 5000 sein.  Das Bonner Magazin wurde bereits mit Preisen geehrt. Im vergangenen Jahr wurde der OHRENKUSS fünfzehn Jahre alt.

Zu meiner Kindheit sagte man noch unbedacht Neger zu farbigen Menschen. Jedenfalls dann, wenn wir dieses Wort von unseren Eltern zuvor gehört und damit verinnerlicht hatten. Zumindest traf dieses Nicht-Bedenken wohl in der Regel auf uns Kinder zu. Als die wir den – bei farbigen Mitmenschen (die zu dieser Zeit im Stadtbild meiner Heimatstadt Halle zumeist nur in Gestalt von afrikanischen Studenten vorkamen), wie wir erst später lernten, freilich zu recht negativ besetzten Begriff – ja für völlig normal hielten. Die Dinge aber bleiben nicht so wie sind sind…

Die sind krank, Punkt

Ähnlich unbedacht übernahmen wir später, schon in der frühen Schulzeit, in Bezug auf ab und an im Straßenbild augenscheinlich – im Gegensatz zu uns – eindeutig anders aussehenden Menschen, andere Bezeichnungen, die heute – dem gesellschaftlich errungenen Fortschritt sei es gedankt – ebenfalls längst aus unserem Vokabular gestrichen sind. Wenn wir zu jener Zeit, wohl etwas verwirrt angesichts dieser andersartig wirkenden, uns zuweilen, meist in der Gruppe begegnenden Menschen, Erwachsene über diese befragten, erhielten wir unterschiedliche Antworten. Manche der Erwachsenen sagten uns, es handele sich um mongoloide Menschen. Und Mongolismus sei eben eine Krankheit, Punkt. Oder einfach: Die sind krank. Andere hielten diese Menschen schlicht für bekloppt. Was uns verstörte. Näher nachzufragen, getrauten wir uns nicht. Den meisten Erwachsenen wäre das wohl auch unangenehm gewesen. Das war zu spüren.

Andere Kinder ließen sich sogar dazu verleiten, die Mongoloiden zu verspotten. Man sagt: Kinder können grausam sein. Und es stimmt. Mongoloid bedeutete nichts weiter als dem Mongolen ähnlich. Später, so erinnere ich, hörte ich betreffs dieser Krankheit auch noch die Bezeichnung trisomaler Schwachsinn.

Das Down-Syndrom

Unterschiedliche Begriffe für ein und dieselbe Krankheit, die mehr oder weniger einmal entweder hier oder dort gang und gäbe waren. Inzwischen gehören sie der Vergangenheit an. Nicht nur aus Rücksichtnahme auf das Volk der Mongolen. Man spricht heute betreffs dieser genetisch bedingten Entwicklungshemmungen und Veränderungen des Erscheinungsbildes eines Menschen vom Down-Syndrom. Benannt nach dem britischen Arzt J. L. H. Down. Menschen mit Down-Syndrom haben 47 Chromosomen, eines mehr als die anderen. Bei ihnen ist das 21. Chromosom dreimal vorhanden. Weshalb man auch von einer Trisomie 21 spricht.

Katja de Bragança kam in Madrid die Idee zum Projekt OHRENKUSS

Im Allgemeinen gingen zunächst auch Experten davon aus, dass Kinder mit Down-Syndrom nicht lesen, geschweige denn schreiben können. Vorkommende, scheinbare Gegenbeweise wurden auch von Humangenetikern in der Regel so erklärt: Die Betreffenden hätten die Texte wahrscheinlich irgendwo abgeschrieben. Umso mehr staunte die Humangenetikerin Katja de Braganca, die 1987 auf einer Tagung in Madrid einem interessanten Vortrag mit dem Thema “Lesen und Schreiben – Lernen bei Kindern mit Down-Syndrom” lauscht: Plötzlich bleibt ihr Blick auf einer Overhead-Projektion haften. Darauf zu lesen ist die Geschichte von Robin Hood, geschrieben von einem Jungen mit Down-Syndrom.  Katja de Bragança   ist damals spontan begeistert. Hauptsächlich von dem witzigen Schreibstil des Autors. Auf der Stelle erinnert sie sich an die Zeit ihrer Diplom- und Doktorarbeit am Bonner Institut für Humangenetik, in der sie viele Menschen mit Down-Syndrom kennengelernt hatte. Unter ihnen befanden sich viele Jugendliche. Und es war durchaus vorgekommen, dass bei Gesprächen mit denen plötzlich jemand äußerst stolz etwas Geschriebene präsentierte. Katja de Braganca verband beide Erlebnisse. Eine Idee begann Gestalt anzunehmen: Eine Zeitschrift, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom. Die Idee wurde in die Tat umgesetzt. Die Zeitschrift erhielt den Namen OHRENKUSS. Warum?  Es ist leicht erklärt. Ein –  “Ohrenkuss…da rein, da raus” –  ist so demonstriert: Mit dem Zeigefinger der linken Hand zum linken Ohr hin weisen. Und mit dem Daumen der rechten Hand vom rechten Ohr weg zeigen:

Michael Häger demonstriert den OHRENKUSS; Copyright mit freundlicher Genehmigung  von Ohrenkuss.

Michael Häger demonstriert den OHRENKUSS; Copyright mit freundlicher Genehmigung von Ohrenkuss.

Da rein, da raus. Was das bedeutet? Vieles geht in den Kopf hinein. Das Meiste geht aber auch wieder hinaus. Nur das Wichtigste bleibt drin. Und dies ist ein OHRENKUSS.

OHRENKUSS fand inzwischen viele Unterstützerinnen und Unterstützer
Vor Jahren sorgte Alfred Biolek , der Dr. Katja de Bragança  in seine Talkshow eingeladen hatte dafür,  dass das Projekt OHRENKUSS einem breiteren Publikum bekannt wurde. Nicht zuletzt dadurch gewann OHRENKUSS zahlreiche Förderer und hat inzwischen viele Unterstützerinnen und Unterstützer landauf landab. Und den Autoren und der Redaktion von OHRENKUSS macht die Arbeit jedesmal wieder aufs Neue Spass. Der Erfolg gibt dem Projekt recht und macht unablässig Lust, die Arbeit weiter fortzusetzen. Die Volkswagen-Stiftung föderte das Magazin. Das Projekt wurde prämiert. Es erhielt u. a. eine Auszeichnung im Wettbewerb “Demokratie leben”, seitens des damaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse.

Scheinbar Gewohntes mit anderen Augen neu erblicken

Den OHRENKUSS zu lesen ist jedesmal wieder ein außergewöhnliches Erlebnis. Die in dem Magazin versammelten Texte kleiden eine auf den ersten Blick ungewohnte Autoren-Sicht auf die Welt und die Dinge des Lebens in oft tief berührende Worte, welche einem als Leser so sicherlich noch nie gekommen sind und uns deshalb in die Lage versetzen können, manches – scheinbar Gewohntes – mit ganz anderen Augen völlig neu zu erblicken.

Die OHRENKUSS-Autoren schreiben ihre Texte selbst auf dem Papier oder am Computer oder diktieren sie. Auf die Schreibweise wird kein Einfluss genommen. Die Texte werden somit auch nicht verbessert. Sie erscheinen dann im Heft genauso wie sie von den Autoren erdacht und geschrieben wurden. Gerade dies verleiht den Texten einen ganz besonders außergewöhnlichen Charakter und hinerläßt bei den Rezipienten des Magazins einen nachhaltigen, wie gleichermaßen nachdenklich stimmenden, nicht selten auch heiteren Eindruck.

In diesen Zustand können sich Interessierte leicht  versetzen und dabei gleichzeitig auch noch ein tolles Projekt unterstützen. OHRENKUSS kann nämlich abonniert werden.

Warum mir am Anfang dieses Textes eingefallen ist, dass wir als Kinder nichts dabei fanden, farbige Mitmenschen Neger zu nennen? Ganz einfach: Weil Dinge sich ändern und Menschen zu neuen Erkenntnissen kommen können…

Ältere Berichte über Ohrenkuss finden Sie auf Readers Edtion hier und hier. Recherchen und Redaktion besorgt eine inzwischen aufeinander eingeschworene Journalistentruppe um Chefredakteurin Dr. Katja de Bragança von Bonn aus. Ohrenkuss hat mehrfach mit außergewöhnlichen Texten und Reportagen auf sich aufmerksam gemacht. Zu empfehlen ist die  Internetseite des Magazins sowie der  Facebook – Aufritt von Ohrenkuss.

Inzwischen existiert sogar ein  Film zur Ohrenkuss-Erfindung (produziert von uni-bonn.tv). Alumna der Universität Bonn Dr. Katja de Bragança erzählt darin, wie einst alles begonnen hatte. Und sozusagen eins zum anderen gekommen war. Eigentlich als temporäres Forschungsobjekt  geplant, wurde  Ohrenkuss inzwischen zu einem nicht mehr wegzudenkenden und viel beachteten journalistischen Medium in Deutschland. Es bereichert die deutsche Presselandschaft wirklich außerordentlich..

Hier geht’s direkt zum Film.