Danksagung an die Leserinnen und Leser sowie Weihnachts- und Neujahrsgrüße

Den sehr verehrten Leserinnen und Lesern meines Blogs wünsche ich

Frohe und friedliche Weihnachtsfeiertage, oder einfach schöne freie Tage im Kreise lieber Menschen zum Ausspannen

sowie

einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2018, das ein friedlicheres als das verflossene sein möge. Was wohl – so schwant mir – abermals einmal mehr nur ein frommer Wunsch bleiben dürfte …

Und ich bedanke mich herzlich für die Treue meiner LeserInnen und das Interesse an meinen Beiträgen, ebenso für Kritik.

Mit besten Wünschen

Claus-Dieter Stille

Das Foto zu diesem höchstwahrscheinlich letzten Beitrag in diesem Jahr hier auf meinem Blog nahm ich 2015 auf der Akropolis von Bergama (Türkei) auf. Dieser Wind und Wetter trotzende Baum hoch über der Stadt hat etwas für mich.

Bergama (lateinisch Pergamum, griechisch Pergamon) ist eine Kreisstadt der Provinz Izmir nahe der Westküste Kleinasiens in der heutigen Türkei. Nach einer Gebietsreform ist die Stadt einwohner- und flächenmäßig identisch mit dem Landkreis. In der Antike befand sich hier die Stadt Pergamon, im Hellenismus die Hauptstadt des Reichs der Attaliden, das sich über große Teile des westlichen Kleinasiens erstreckte. Deren Ruinen sind Forschungsgegenstand von Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts. Am nordöstlichen Stadtrand, östlich des Burgbergs (Akropolis). Quelle: Wikipedia

Das Foto erinnert mich an einen brennend heißen Sommertag, der hätte böse für mich ausgehen können.

Dazu ein kleine (wahre) Geschichte:

Mit meiner Frau und einer Freundin aus Istanbul waren wir mit dem Bus von Izmir ins etwa 80 Kilometer entfernte Bergama gefahren. Dort holte uns ein Freund dieser Freundin mit dem Wagen ab. Mir stand der Sinn danach, sobald als möglich hinauf auf die Akropolis, den Burgberg, zu kommen. Um die antike Stätte in Augenschein zu nehmen. Doch der Herr, welcher uns abholte – der wohl eine Firma betreibt, welche in Granit macht, – wollte uns unbedingt zum Frühstück einladen. Das war ja sehr nett und gastfreundlich. Doch musste er uns zu diesem Behufe wieder erst kilometerweit wieder von der Kreisstadt Bergama weg „entführen“? Ich konnte bereits hoch droben über der Stadt Gemäuer der Akropolis ausmachen. Konnten wir denn nicht im Ort Frühstücken? Nein, nein, wandte er lächelnd ein, da wisse er einen besseren Ort. Ich war sauer.

Und wurde immer ängstlicher. Denn der Mann lenkte seinen Wagen meist nur mit einer Hand! War er krank, hatte er eine Behinderung am anderen Arm? Eckig lenkte er das Auto auf eine Landstraße. Doch damit nicht genug. Ein Handy klingelt. Seines. Eines von Zweien, die einer Schale vor dem Schaltknüppel lagen. Der Mann wandte den Blick von der Straße, zur Schale hin und griff, mit der Hand, die sich eben noch Lenkrad befand, in die Schale nach … dem falschen Handy. Endlich übernahm seine linke Hand das Lenkrad. Mit der anderen hielt der Herr das Handy. Inzwischen war der Wagen etwas über die Mitte der Straße ausgebrochen. Ein schwerer Lkw kam uns bergab entgegen gerumpelt. Ein zackiger Riss mit Links nach rechts „rettete“ uns vorm Crash. Dieser Vorgang wiederholte sich in Abständen. Einmal klingelte das eine, dann wieder das andere Handy. Ich schwitzte. Wegen der Sommerhitze und vor Wut, weil sich die Akropolis und Bergama immer weiter entfernten. Das Frühstück indes war grandios! Mitten im Wald. Schön im Schatten an Tischen und Bänken aus Holz. Eine Familie verwöhnte uns mit Schafskäse, leckerem Landbrot, Honig, Tomatenpaste – alles aus eigener Herstellung – dazu Tee. Ein bisschen schämte ich mich, dass ich so unwirsch auf die „Entführung“ reagiert hatte. Danach ging es zwanzig Kilometer wieder zurück nach Bergama. Wieder nur eine Hand am Volant. Mal die linke. Dann nach mehrmaligem Telefonklingeln die rechte. Für mich ein Wechselbad der Gefühle! Aber das „Beste“ sollte ja noch kommen.

Der Mann brachte uns sicher zur Talstation einer nigelnagelneuen Kabinenbahn, österreichischer Herkunft – wie auf einem Schild zu lesen war: mit Unterstützung der UNESCO errichtet. Meine Begleiter wollten unten bleiben. Meine Frau kaufte das Ticket nach oben. Und eh ich mich versah, saß ich mutterseelenallein in einer der modernen Seilbahnkabinen, ausgestattet mit sechs Plätzen. Sanft wurde automatisch die Türe geschlossen. Ein unbedeutender Ruck und los ging die Fahrt auf den Berg. Zu hören waren nur leichte Fahrgeräusche. Hinter den getönten Scheiben fühlte ich mich wie in einer Seifenblase eingeschlossen. Erst nach ein paar Metern der Fahrt bemerkte ich wie die Kabine hin und her schwankte. Ein Pfeifen: Windgeräusche! Die Kabine wurde immer langsamer. Sicher wurde automatisch die Windgeschwindigkeit gemessen und so automatisch die dementsprechende Geschwindigkeit berechnet, welche eine Kabine unter diesen Bedingungen fahren durfte, um nicht durch eine Automatik gestoppt zu werden. Den Gedanken, die Gondel könne aus dem Seil springen, verwarf ich bzw. verdrängte ich. Die Fahrt dauerte – so kam es mir jedenfalls vor – eine Ewigkeit. Ich vermied einen Blick aus der schwankenden Glaskapsel und schaute zu Boden und fasste den Gedanken: Nach unten läufst du später! Keine gute Idee, sollte ich später erfahren. Endlich oben angekommen, öffnet sich sanft zischend die Türen und ich trat erleichtert hinaus. Eine Bullenhitze! Aber ich hatte ja meinen Strohhut! Den hatte ich vor Jahren einmal in Izmir erworben. Ein Strohhut chinesischer Produktion! Alle Strohhüte der Welt sind offenbar aus der Peoples Republic of China. Denn auch ein Kollege hatten sich einen gekauft: In den USA.

Mit Beinen schwer wie Blei tapperte ich in meinen Sandaletten über steinerne Wege – unter meiner chinesischen Kopfbedeckung schwitzend – den Burgberg noch weiter hinauf. Mit, vor und hinter mir erklommen Unmengen von japanischen Touristen, dem alten Klischee entsprechend – nur moderner ausgestattet – filmend mit Kameras, Smartphones und Fotos schießend, ebenfalls das Akropolisplateau. Ich genoss die herrliche Aussicht auf Bergama und die Relikte lange vergangener Zeiten. Den Rundweg weiter beschreitet, mit Blick auf das Amphitheater, passierte ich eine erhöhte stehende Wetterstation. Und sah nur Schritte entfernt lange, sehr lange hinunter – wie davon angezogen – in den Abgrund auf das Gewässer der sich der sich meinen Augen plötzlich hinter spärlichem Gestrüpp zeigenden Kestel-Talsperre. Unweigerlich kam mir das Friedrich Nietzsche zugeschriebene Zitat „Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein“ in den Sinn.

Der Rundgang habe sich gelohnt, befand ich schließlich nach einer guten Stunde Verweildauer auf der Akropolis. Und als ich auch noch das Rasterfundament des vermutlich dem Zeus und der Athena geweihten Pergamonaltars auf dem Gebiet der antiken Oberstadt in Augenschein genommen hatte – mich daran erinnernd, dass ich in meiner Schulzeit die Reste des Pergamonfrieses, der ihn ursprünglich zierte, im Berliner Pergamonmuseum besichtigt hatte – entschloss ich mich den Rückzug nach unten anzutreten.

Einen Guide, der gewiss auf einen weiteren Schub Touristen wartete, fragte ich nach dem Weg hinab. Er wies auf ein unscheinbares hölzernes Drehkreuz, welches in Richtung einiger antiker Steinquader führte. Ungläubig wich ich nach ein paar Metern zurück. Der „Weg“ war mit von der Sonne verbranntem Gras bewachsen. Mit einem Blick auf eine unweit gerade aus der Bergstation der Seilbahn heraus schwingenden Kabine, gab mir die Erklärung: Welcher Tourist würde angesichts der Möglichkeit mit der modernen Seilbahn hinab ins Tag zu „segeln“ diesen buckeligen Pfad, von Gras fast zugewachsenen, benutzen? Noch dazu bei dieser Bullenhitze! Ich würde das tun, sagte ich mir trotzig.

Nachdem ich so weit abgestiegen war – eben hatte ich noch einen Menschen diesen Weg benutzen sehen, wo war der nur jetzt? – dass es einfach zu anstrengend gewesen wäre wieder umzukehren, kamen wir die größten Zweifel. Es war einfach kein Weg zu erkennen! Wahrscheinlich mit von der Erhitzung durch die Sonne und die Anstrengung des mehr herunterrutschen statt wirklich zu laufen (in Sandaletten!) hochroten Gesichts, schalt ich

Blick auf die Kestel-Talsperre.

mich der Dummheit. Irgendwo ein Stück weiter schöpfte ich wieder Hoffnung. Ein Schild mit der Aufschrift „Grotto“ lockte ich nach links. Plötzlich schreckte ich zurück: Da gähnte ein Abgrund! Und über diesem schwebten friedlich die Gondeln der Seilbahn mit ihrer vor Sonnenstrahlung schützenden dunklen Verglasung. Mit zitterten die Beine. Der Abgrund schaute in mich hinein!

Ich kehrte um und nahm die andere Richtung. Da – fast kamen mir die Tränen – kam mir ein Mann entgegen. Auch er musste auf das Schild hereingefallen sein. In bescheidenem Türkisch klärte ich ihn auf, dass das der falsche Weg sei. Auch er, so sagte er, war mit der Familie aus Izmir gekommen und hatte einfach nicht mit der Kabinenbahn hinab wollen, um ein bisschen Sport (!) zu machen.

Es stellte sich heraus, dass der beim Militär tätige schon einmal in Deutschland gewesen war, wo er Verwandte in Herne habe. Ich komme aus Dortmund. Wie klein doch die Welt ist! Bis auf die zirpenden Zikaden still auf diesem immer abschüssiger werdendem Hang. Ob es hier Schlangen gibt, schoss mir durch den Kopf. Und sah mit Bedenken auf meine nackten, in den Sandalen steckenden, Füße.

Ich war so froh, diesen Mitleidenden – den einzigen Menschen auf den weit und breit menschenleerem Weg – getroffen zu haben!

Inzwischen konnten wir nur noch hintereinander gehen. So schmal war der Weg geworden. Und teilweise rechts wie links davon steil abfallend. Ein in mir aufschießender Hoffnungsschimmer, wonach an einem bedachten Flächendenkmal, welches auf dem Weg lag, von diesem auch ein Weg – vielleicht sogar von Autos passierbar – ins Tal herunter führen müsse, zerschlug sich auf der Stelle.

Ich begann zu rutschen in den Sandalen! Ein falscher Schritt und ich wäre den Hang hinunter gestützt. Mein Begleiter hatte immerhin Sportschuhe an.

Schließlich kamen wir unversehrt unten an. Ich stand kurz vor einem Sonnenstich. Als ich unten im Ort an der Bushaltestelle ankam. Meine Frau, die Freundin aus Istanbul und der Einhand-Chauffeur suchten mich inzwischen. Selbst die örtliche Polizei suchte bereits nach mir. Und die Museumsleute von der Akropolis suchten diese nach mir „Verschollenen“ ab – vergebens. Ich hockte ja in praller Hitze unten im Ort an der Bushaltestelle! Ohne Telefon und die Möglichkeit, die mich suchenden zu informieren. Ein Busfahrt versuchte sogar über Facebook eine Verbindung zu einer Verwandten in Izmir herzustellen. Ohne Erfolg. Dann gab es ein Happyend: Der Wagen des Einhand-Chauffeur tauchte auf und ich wurde von allen, die mich sorgenvoll gesucht hatten schlossen mich in die Arme.

Nur soviel: Der Abend endete nach einer Fahrt ans Meer glücklich und bei Efes-Pils in Izmir.

Trüber Ausblick

Sehe ich diesen Baum nun heute, muss ich voller Skepsis und Sorge auf die heutige Türkei blicken. Werde ich eines Tages wieder sorgenfrei dorthin fahren können?

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In eigener Sache: „Korallenherz“ und das T-Shirt des Teufels

"Selfie" in Bergama; Foto: Stille

„Selfie“ in Bergama; Foto: Stille

Steckt man den Kopf aus dem Fenster, muss man unter Umständen auch damit rechnen, etwas auf den Kopf zu bekommen. In meinem Falle ist das zusätzlich im übertragenen Sinne gemeint. Weil man ja als Blogger zuweilen etwas hinschreibt, das Kritik erregt oder sogar auf Ablehnung stößt und Empörung auslöst. Das ist ja auch in Ordnung so. Schließlich freut man sich ja als Autor auch über Lob. Also soll man im entgegengesetzten Fall nicht die beleidigte Leberwurst spielen. Trotzdem bin über eine Reaktion auf mich ziemlich betrübt und auch empört. Warum?

Kürzlich nahm ich zwecks Berichterstattung in der Auslandsgesellschaft NRW Dortmund an der sehr interessanten Lesung und Diskussion mit Mo Asumang zu derem Buch„Mo und die Arier – Allein unter Rassisten und Neonazis“ teil. In Anschluss daran veröffentlichte ich dieser Tage einen Beitrag auf Nordstadtblogger.de über diesen Abend, der nebenbei bemerkt auch hier auf meinem Blog sowie auf freitag.de zu finden ist.

Schockiert

Darauf aufmerksam gemacht, was da ein sich auf Twitter „Korallenherz“ nennender Herr – der wie ich an dem Abend gesehen hatte, ebenfalls im

"Korallenherz"-Screenshot via V.

„Korallenherz“-Screenshot via V.

Publikum anwesend gewesen war – über mich via des Kurznachrichtendienstes öffentlich verbreitete, war ich zunächst regelrecht schockiert. Ich

selbst konnte das über mich auf Twitter Verbreitete nicht lesen: das offenbar verhärtete, selbst keine Kritik vertragende, „Korallenherz“ hatte mich dort irgendwann geblockt. Nun gut. Ich erhielt ein Screenshot der – na ja: Anwürfe des twitternden Herrn. Bitte lesen Sie selbst.

Ein T-Shirt, das „Korallenherz“ aufregte

Was „Korallenherz“ offenbar am meisten auf die Palme brachte: Ich trug am fraglichen Abend ein NachDenkSeiten-T-Shirt. Damit (sh. Screenshot) hat mich „Korallenherz“ wohl aus der Hüfte fotografisch abgeschossen. Heimlich. Jedenfalls habe ich es nicht bemerkt. Das Kleidungsstück hatte ich an dem Tag eben einfach an, ohne eine Absicht damit zu verbinden. Wie auch am Tag zuvor. Keinesfalls hatte ich vor jemand damit zu ärgern. Schon gar nicht den Gast des Abends, Mo Asumang. Dafür wäre ich an diesem Tag auch viel zu müde gewesen. Und das ist auch nicht meine Art.

Allerdings eine Lehre habe ich aus dieser Geschichte gezogen. Ich werde künftig nur noch neutrale Kleidung bei solchen Anlässen tragen.

Das T-Shirt des Teufels. Screenshot "Korallenherz" auf Twitter via V.

Das T-Shirt des Teufels. Screenshot „Korallenherz“ auf Twitter via V.

„Korallenherz“ mag die NachDenkSeiten als des Teufels empfinden. Was sein Recht ist. Ich hingegen möchte auf diese „Kritische Website“ (Eigenauskunft)  als Informationsquelle nicht mehr verzichten. Was nicht heißt, dass ich alles unkritisch hinnehme und bejuble, was dort zu lesen steht. Dennoch stimme ich dem Kabarettisten HG. Butzko zu: „Die beste Quelle, die es im Internet gibt, sind die NachDenkSeiten“. Pardon, jetzt habe ich schon wieder Werbung für die NachDenkSeiten gemacht. Was mir „Korallenherz“ in seinen Tweets (wegen meines T-Shirts) schwer ankreidet. Ich will mich bessern und demnächst Burka tragen. Aber Spaß beiseite und Ironie aus.

Medien kritisch und gesundem Zweifel rezipieren

Kritisch gehe ich mit übrigens mit allen Medien, die ich rezipiere, um. Was auch mich nicht immer davor bewahrt, auch einmal ins Klo zu greifen. Ein gesunder Zweifel jedoch ist gegenüber allem, was man in den Printmedien oder online zu lesen, im Rundfunk zu hören oder im Fernsehen zu sehen bekommt ohnehin stets angebracht. Das betrifft unbedingt u.a. auch „Tagesschau“ und „heute-journal“. Wo man seit geraumer Zeit statt Nachrichten, die man selber einordnen kann, nicht selten Narrative serviert bekommt. Die offenbar das Ziel verfolgen sollen, zu transportieren, wie unsereins über dies oder jenes zu denken hat. Die einen somit anscheinend das selbständiges Denken abnehmen. Und zum Nachdenken erst gar nicht ermuntern sollen. Was nicht hinnehmbar ist. Jedenfalls für mich.

Hinweis

Sei es drum. Was mir „Korallenherz“ anklagend neben der Werbung für die NachDenkSeiten noch vorwirft, ist auf den Screenshots zu lesen. Lieber Leserinnen und Leser macht euch ein eigens Bild. Für (sachliche) Kritik bin ich offen. Wenn ich hier an dieser Stelle auch schon auf KenFM-Sendungen verlinkt habe, dann, weil es sich etwa um interessante Talkshows gehandelt hat. Deswegen muss ich nicht gleichzeitig alles gut finden, was Ken Jebsen von sich gibt. Aber eine gewisse Pluralität in Sachen Information ist mir schon wichtig. Deshalb reblogge ich auch bestimmte Beiträge anderer Medien, wenn ich das für richtig erachte. Künftig werde ich dann jedes Mal explizit daraufhin weisen, dass diese Beiträge nicht meine Sichtweise widerspiegeln müssen.

Fazit

Gewiss ist eines klar: Steckt man den Kopf aus dem Fenster, muss man unter Umständen auch damit rechnen, etwas auf den Kopf zu bekommen. Wenn es gerechtfertigt ist, bitteschön. Keinesfalls nehme es aber hin, in die recht Ecke gerückt oder in die Abteilung „Verschwörer“ einsortiert zu werden. Solche Anwürfe sind absurd und entbehren auch jeder Grundlage.

Apropos „Verschwörungstheorie“: Der Begriff soll ja erstmals in den Medien nach Bekanntwerden des Warren Reports zur Ermordung John F. Kennedys aufgetaucht sein. Als man seitens der CIA Kritik (und Kritiker) des Reports (dazu auch hier) und an der Kommission, die ihn erstellt hat, mundtot machen

Screenshot "Korallenherz" auf Twitter: V.

Screenshot „Korallenherz“ auf Twitter: V.

wollte. Und man erstmals regelrechte Tipps zum Umgang mit „unangenehmen Kritikern“ und wie man diesen begegnen kann gab. Das funktioniert bis heute.  Und es ist nämlich durchaus nicht abwegig, dass manchmal die eigentlichen Verschwörer die sind, welche andere der Verschwörung bezichtigen. Nicht jeder der kritische Fragen stellt ist nämlich gleich ein Verschwörer. Andererseits treiben tatsächlich Wirrköpfe ihr Unwesen, dass einen manchmal die Ohren schlackern. Man muss sich halt die Mühe machen zu lernen, die einen von den anderen zu unterscheiden.

Auch finde ich es sehr empörend, dass ein verdienstvoller Kämpfer für Frieden wie Reiner Braun (IALANA) von „Korallenherz“ als „Friedenswichtel“

Reiner Braun während einer Veranstaltung in der Auslandsgesellschaft NRW Dortmund. Foto: C.-D. Stille

Reiner Braun während einer Veranstaltung in der Auslandsgesellschaft NRW Dortmund. Foto: C.-D. Stille

herabgewürdigt wird. Ausdrücklich aller Ehren wert ist die Antifa-Arbeit von Robert Rutkowski alias  „Korallenherz“.  Aber zuweilen gehen wohl die Pferde mit ihm durch. Wie in diesem Falle.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Kritik, gern auch gepfefferte, an meinem Blog und den dort veröffentlichten Beiträgen ist jederzeit willkommen. Nur sachlich sollte sie schon geäußert werden. Und nicht diffamierend oder gar in Form von Hetze.

Update vom 7. November 2016

Es mahnwichtelt wieder. Bin ich so wichtig? Oder gar gefährlich? Gar ein Depp? Wichtelt ruhig weiter. Passt: Es ist ja auch bald Weihnachten. Folgendes wurde mir zugespielt:

 

 

 

Screenshot

Screenshot                                                                                                                           Update vom 3. Februar 2017: Ich denke, der Beitrag „Medienkritikerin zu Kontaktschuld“ von Sputnik passt zur Problematik.

 

 

 

 

 

 

An die Leserinnen und Leser: Wünsche zu Weihnachten und das neue Jahr

Den sehr verehrten  Leserinnen und Lesern  meines Blogs wünsche ich Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue, hoffentlich friedlichere, Jahr 2015 und auch sonst alles erdenklich Gute!

Ich werde bis Anfang 2015 eine kleine Auszeit nehmen und mich dann wieder hier zu Wort melden.

Claus-Dieter Stille