Plagiats-Probleme für Wim Wenders?

Vergangenes Jahr veröffentlichte ich hier auf diesem Blog den Beitrag „Wim Wenders – „Revolutionär“ oder „Systemfilmer“? Ein Interview mit Prof. Albrecht Goeschel“. Und schrieb:

„Wussten Sie aber, dass er (Albrecht Goeschel; Anmerkung Claus Stille) einst mit Filmemacher Wim Wenders zusammenarbeitete?Im Jahre 1969 trug es sich zu, dass Albrecht Goeschel das Drehbuch zu einem Kurzfilm schrieb. Und da – wie er sich ausdrückt – noch jemand gebraucht habe, „der eine Kamera richtig rum halten kann“, war man auf einen gewissen Wilhelm Ernst Wenders gekommen. Den kennen Sie nicht? Doch bestimmt! Der „Kamerahalter“ Prof. Goeschels nannte sich nämlich später Wim Wenders. Dämmert’s?“

Der Film wird in diversen Registern geführt unter dem Titel „Polizeifilm“ und befasst sich vor dem Hintergrund der Studentendemonstrationen 1968 mit der damals berühmt-berüchtigten „Münchner Linie“ der der Polizei. Doch der Film trug offenbar ursprünglich einen ganz anderen Titel. Und: Schmückt sich Wim Wenders ein wenig mit anderen Federn?

Inzwischen tut sich wieder etwas in dem Fall. Seitens Akademie und Institut für Sozialforschung Verona ging mir dieser Tage folgende Pressemitteilung zu:

Wim Wenders: Plagiats-Probleme kurz vor Venedig ?

Der deutsch-amerikanische Filmregisseur Ernst Wilhelm („Wim“) Wenders bewirbt sich bei der diesjährigen Biennale Venedig um eine Oscar-Verleihung. Allerdings sind in den zurückliegenden Monaten Filmoriginale, Dokumente etc. wieder aufgefunden worden, die Wenders in seiner Pose als nachdenklichentrückten, aber auch gesellschaftskritischen Filmregisseur in Frage stellen. Es geht um Verstöße gegen das Urheber- und Verwertungsrecht.

Wenders profiliert sich als auch politisch engagierter Filmemacher durch den geschickten Einsatz eines Kurzfilmes, der 1968 im Auftrag des Bayerischen Rundfunk gedreht worden ist. Unter dem Titel Polizeifilm wird dieser 16 mm Streifen von Wenders als Angelpunkt in seinem Frühwerk präsentiert. Er habe darin sein Miterleben der deutschen Protestbewegung verarbeitet. Mit dieser Konnotation wird Polizeifilm auch von den Filmartmuseen, in den Filmographien und auch in zahlreichen Buchveröffentlichungen zu den Arbeiten von Wenders dokumentiert und diskutiert.

Nur: Der Film wurde niemals unter diesem Titel in Auftrag gegeben, gedreht und abgeliefert. Und Wenders war auch niemals Alleinregisseur des Polizeifilm.

Der tatsächliche, auf der wieder aufgefundenen Originalkopie sichtbare, Titel des Filmes heißt:

„Die Zeit wirkt meist für die Polizei, die mit ruhiger Unerbittlichkeit – wie das Schicksal – vorgeht“ Polizei-Handbuch.

Der Streifen war eine filmisch frappierende Innovation. Er wandte das gleiche Prinzip bei der Regie des Filmes an, das auch die von ihm dargestellte (Münchner) Polizei bei der Manipulation von Demonstrationen anwandte: Den gezielten Einsatz von Sozialwissenschaft.

Entstanden waren die Idee und das Konzept des Films als eine Art Nebenprodukt der damals in Westdeutschland neu gegründeten sozialwissenschaftlichen Polizeiforschung. 1967 hatte die in der Münchener Ainmillerstraße ansässige Studiengruppe für Sozialforschung das erste wissenschaftlich-kritische Projekt „Soziologie der Polizei“ gestartet und eine Reihe von Veröffentlichungen dazu vorgelegt. Im gleichen Gebäude wie das Sozialforschungsinstitut hatten auch Leitfiguren des neuen deutschen Films wie Peter Fleischmann und Alexander Kluge ihre Büros. Es verwundert nicht, dass dann Redakteure des Bayerischen Rundfunks, die ein neues Fernsehmagazin vorbereiteten, von den Polizeistudien hörten und dazu einen Beitrag für ihr neues Format haben wollten.

Ein entsprechender Filmauftrag erging unter dem Arbeitstitel „Vom Bürgerkrieg zur Sozialkosmetik“ an den Leiter des Polizeiforschungs-Projektes Albrecht Goeschel. Wim Wenders und weitere Jungfilmer aus dem Umfeld der Hochschule für Film und Fernsehen kamen dazu.

Das wieder aufgefundene Originaldrehbuch und die detaillierten Regievorgaben dazu legen den regiegeschichtlich interessanten Schluss nahe, dass die später von Wenders zu einem Stilmittel ausgebauten „Langen Einstellungen“ vom damaligen Partner-Regisseur Prof. Goeschel gefordert worden waren.Ihm ging es darum, die „Schlagrituale“ (Klaus Horn), deren Exerzierung die klassischen Polizeieinsatzformen dienen, angemessen abzubilden. Wenders hatte ursprünglich aktionistische Prügel- szenen vorgeschlagen.

Prof. Goeschel, später Berater von deutschen und ausländischen Ministerien, Verbänden und Firmen, hat sich mit dem seinerzeitigen „Nebenprodukt“ nicht mehr beschäftigt. Die in seinem Archiv wieder aufgefundenen Akten zeigen, dass sich Wim Wenders sehr wohl bewusst war und ist, dass er den Polizeifilm unter einem ungenehmigten Titel und mit unzutreffenden Angaben zu Regie, Screen, Crew etc. verwertet bzw. durch die Wim Wenders Stiftung verwerten lässt. Er hat 1999 ohne Erfolg versucht, hierfür nachträglich von Prof. Goeschel eine vertragliche Einwilligung zu erhalten. Die Wim Wenders Stiftung hat Herrn Professor Goeschel mittlerweile versichert, dass sie den Film bis zur Klärung der erhobenen Vorwürfe nicht mehr präsentieren oder lizenzieren wird.

Herr Prof. Goeschel der Mitglied unserer Einrichtung ist, hat uns mit den erforderlichen Richtigstellungen beauftragt. Beigefügt ist eine Kopie des Deckblattes des Originaldrehbuches des Filmes von Albrecht Goeschel und Wim Wenders und des u.a. inkriminierten Pressetextes der Wim Wenders Stiftung.“

Orginaldeckblatt Drehbuch; Scan der Akademie und Institut für Sozialforschung Verona.

Orginaldeckblatt Drehbuch; Scan der
Akademie und Institut für Sozialforschung Verona.

So führte die Wim Wenders Stiftung bislang den Film; Scan der Akademie und Institut für Sozialforschung Verona.

So führte die Wim Wenders Stiftung bislang den Film; Scan der
Akademie und Institut für Sozialforschung Verona.

 

Wird Wim Wenders nun vor der Biennale Venedig von Plagiats-Problemen eingeholt?

Dortmund: Filmemacher Frieder F. Wagner („Todesstaub“) bei Friedensfragen #5

Am Dienstag dieser Woche war in der Reihe  „Friedensfragen #5“ Frieder F. Wagner zu Gast in der Auslandsgesellschaft NRW in Dortmund. Wagner ist Filmemacher und hat u.a. „Todesstaub – Deadly Dust“ gedreht. Organisiert wurde die Veranstaltung von INWO (INITIATIVE FÜR NATÜRLICHE WIRTSCHAFTSORDNUNG) und dem Verein für Bildung für Frieden in Kooperation mit Regenbogentv.de.

Rund um das Thema Todesstaub Atomwaffen, Uranmunition und die Folgen für die Menschen befragte Moderator Mark Brill den Gast. Über den Film „Todesstaub – Deadly Dust“ wird geschrieben:

Diese Dokumentation von Frieder Wagner erzählt von einem
Kriegsverbrechen: dem Einsatz der Uranmunition im Irak, im Bosnienkrieg und im Kosovo. An diesem Abend sollte der Frage nachgegangen werden, welche Entwicklung es in den letzten 9 Jahren, nachdem der Film veröffentlicht wurde, gab.

Licht setzender Kameramann, das war ihm zu wenig

Der Filmemacher Frieder F. Wagner. Fotos: C.-D.Stille

Der Filmemacher Frieder F. Wagner. Fotos: C.-D.Stille

Zu seiner Person führte Wagner aus, dass er als Kamera-Assistent habe und 1971/72 als freier, Licht setzender Kameramann gearbeitet habe. Bis ihm das zu wenig gewesen sei. So begann er ab 1980/81 eigene – meist sozialkritische – Themen zu recherchieren. Viel hat er mit seiner argentinischen Frau auch in Lateinamerika gedreht.

Als verantwortlicher Kameramann für viele Dokumentationen erhielt Frieder F. Wagner für eine Dokumentation „Ausländer raus?“ 1982 seine ersten Adolf-Grimme-Preis in Gold. Bereits vorher hatte er für eine Langzeitdokumentation den Grimme-Preis in Silber erhalten. Wagner ist auch Träger des Europäischen Fernsehpreises.

Im Jahre 2002 kam der Filmemacher zum Thema Uranmunition

Wagner gab zunächst zu bedenken, dass allein Plutonium eine Halbwertszeit von über 20.000 Jahren hat. Dann müsse man wissen, dass die ganzen etwa nach den US-Atombombenabwürfen in Japan bei großer Hitze freigesetzten Nanopartikelchen noch immer herumvagabundierten. „Und jederzeit von jemanden eingeatmet“ oder mit der Nahrung aufgenommen werden kann. Schließlich seien die hundertmal kleiner als ein rotes Blutkörperchen.

Darauf angesprochen, zeigte sich Wagner sicher, dass die etwa in Deutschland ca. 20 stationierten US-Atomwaffen – die nebenbei bemerkt im Ernstfall womöglich von deutschen Bombern („nukleare Teilhabe) eingesetzt werden müssten – längst modernisiert worden sein.

Uranmunition, erklärte der Gast aus Köln,  sei aber keine Atomwaffe. Es handele sich dabei ein hochradioaktives Abprodukt der Atomindustrie. Das müsse bewacht und gepflegt werden. Was hohe Kosten erzeuge. Bestimmte Leute hätten sich dann eben mal ausgedacht, was man daraus machen könne. Abgereichertes Uran ist doppelt so schwer wie Blei. Man kam auf die Idee dies als Material für die in in Tragflächen von Jumbojets nötigen Ausgleichsgewichte zu verwenden. Das könnte war auch beim am 4. Oktober 1992 in Amsterdam abgestürzten israelischen Flugzeug dieser Reihe der Fall. Teile der Gewichte mussten verbrannt sein. Nanopartikel wurden frei. Später erkrankten in dem Unglücksviertel Menschen Krebs. Frauen gebaren missgebildete Babys. Seither dürfe kein Jumbojet mit diesen Ausgleichsgewichten mehr in Europa landen. Was zynisch ist: in Afrika dagegen schon.

22 Staaten besitzen Uranmunition

Später, so der Filmemacher, wären gleichzeitig in verschiedenen Ländern der Erde Militärs auf die Idee gekommen, abgereichertes Uran als Munition zu verwenden. Inzwischen besitzen 22 Staaten diese perverse Munition. Hergestellt werde sie in den USA, Großbritannien, Frankreich, in Russland, Australien und Pakistan. Eingesetzt haben es bislang nur die USA, die Franzosen, Großbritannien und die Israelis.

Die Wirkung

Diese Munition dementsprechend beschleunigt, und beispielsweise auf eine Panzerwand abgefeuert (oder kiloweise als Bombe abgeworfen) hat zur Folge, dass ein solches Geschoss quasi durch Panzerstahl wie ein heißes Messer durch Butter hindurchgehe.

Dabei entstehe ein unwahrscheinlich große Reibungshitze von zwischen 3000 und 5000 Grad Celsius. Gleichzeitig kommt es zu einem Abrieb. Dieser wird ins Innere der Tanks hinein gesogen. Es kommt zu einer explosionsartigen Verbrennung. Die Mannschaft darin verglüht in Sekundenbruchteilen. Nanopartikelchen werden frei. Als das Team um Frieder F. Wagner für den Film „Deadly Dust“ 2003 im Irak waren, hatte man Bodenproben und Proben von zerstörten Panzern genommen. Festgestellt wurde, dass darin auch Uran 236 sein kann. Das entstehe bei der Wiederaufbereitung von Brennstäben von Atommeilern. Ein tolle Altastbeseitigung, zynisch betrachtet, merkte der Moderator an dieser Stelle! Im Gegenteil, gab Wagner zurück: Man habe nämlich überhaupt nicht bedacht, dass diese Nanopartikel etwa durch Sandstürme im Irak auch dorthin transportiert würden, wo nie ein Urangeschoss eingeschlagen ist. Kleinkinder erkrankten nun dort an hoch aggressiven Krebsarten, die sonst nur bei alten Menschen auftreten. Die Babys scheiden kontaminierten Urin aus, wie es auch bei US-Soldaten der Fall ist, die im Irak eingesetzt gewesen waren. Offiziere hätten offenbar von der Gefahr durch Uranmunition gewusst. Erkrankte Soldaten hatten berichtet, oft hätten diese Schutzanzüge und Masken getragen, worüber man seinerzeit gewitzelt habe.

325.000 arbeitsunfähige GI’s und missgebildete Kinder

Nach dem ersten Golfkrieg 1991 – bei den Kämpfen kamen lediglich 300 Armisten ums Leben – starben 30.000 Soldaten nach ihrer Rückkehr in die Heimat an Krebserkrankungen. 325.000 zurückgekehrte GI’s sind arbeitsunfähig krank! Wagner: „Es interessiert niemanden.“

Immerhin, berichtete Wagner sei unterdessen eine Sammelklage von wohl 600 Betroffenen angestrengt, die nur für ihre missgebildeten Kinder klagen können. Der Filmemacher meint, irgendwann werde diese Klage von Erfolg gekrönt sein. Wie seinerzeit die Klage gegen die mächtige Tabakindustrie. „Dann ist das Land erledigt.“

Wer mit Uranmunition in Berührung gekommen ist, kann über die unsichtbaren Nanopartikelchen erkranken. Leider sei das auch bei Kindern geschehen, die kontaminierte Kartuschen mit nach Hause genommen, sie bemalt und als Puppen mit ins Bett genommen hätten.

Bis heute sind diese Waffen nicht geächtet

Bei den Vereinten Nationen sei die Zahl der Staaten, die diese Waffen geächtet werden auf 155 angewachsen. Die Abstimmung scheiterte jedoch stets an den USA, Frankreich und Großbritannien.

Deutschland habe früher immer für die Ächtung gestimmt, 2014 sich jedoch der Stimme enthalten, wie China und Russland.

Die Halbwertszeit von abgereichertem Uran beträgt 4,5 Milliarden Jahre!

Frieder F. Wagner stellte der  Problematik die Situation der  Contergan-Betroffenen entgegen. Wenn diese Frauen oder Männer miteinander Kinder gezeugt hätten, „dann sind diese Kinder, weil ihr genetischer Code nicht geschädigt wurde, kerngesund“. Und weiter: „Wenn heute kontaminierte Soldaten aus Afghanistan nach Hause kommen“ und Kinder zeugten, geben sie ihre Kontamination an sie und ihre  Kinder und Kindeskinder weiter. Er erkläre das immer so: Wenn ein farbiger US-amerikanischer Soldat mit einer weißen Frau Kinder gezeugt hat, würden die schön schokoladenbraun. Heirateten die nun wieder und wieder, könne es passieren, dass solche Nachfahren plötzlich eine weiße Hautfarbe haben. Die wiederum könnten sich mit Weißen paaren. Plötzlich könne dabei ein schokoladenbraunes Kind entstehen. Die Gene blieben erhalten.Auch in den Urangeschädigten blieben diese Gene erhalten.

Studien zur Uranmunition landeten im Giftschrank

Der Moderator des Abends (Mark Brill, links) mit dem Gast Frieder F. Wagner.

Der Moderator des Abends (Mark Brill, links) mit dem Gast Frieder F. Wagner.

Mark Brill fragte, was eigentlich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unternehme. Nach Untersuchungen im Irak sei eine Studie entstanden, die hätte für entscheidende Aufklärung sorgen können. Stattdessen verschwand die Studie im Giftschrank. 2004 habe man erst davon erfahren, nachdem der Norweger, der für die Studie verantwortlich war, die Geschichte in Berlin an die Öffentlichkeit gebracht hatte. Auch die folgenden 16 weiteren Studien sollten nie veröffentlicht werden. Es gebe nämlich ein Vertrag mit den USA, dass die Internationale Atomenergiebehörde sich mit der WHO in Verbindung zu setzen hat, wenn es bei Studien rundum die Folgen von Radioaktivität geht. Beide Organisationen seien verpflichtet, nur bei gegenseitigen Einverständnis einer Veröffentlichung zuzustimmen. Die Internationale Atomenergiebehörde stimmt aber in solchen Fällen nie zu. „Qui bono?“, fragte der Moderator. Man kann es sich denken.

Der Fall Dr. Siegwart-Horst Günther

Der deutsche Tropenarzt und Epidemiologe Dr. Siegwart-Horst Günther machte nach dem Golfkrieg 1991 als erster auf die verheerenden Folgen von solchen Urangeschossen aufmerksam.

Der Film „Deadly Dust“ begleitet ihn und seine amerikanischen Kollegen (z.B. Ted Waymen, Vizedirektor des medizinischen Uranforschungs-Institut in Toronto, Kanada) bei ihren Untersuchungen im Kosovo, in Bosnien und im Irak. Überall dort hatten amerikanische Truppen die gefährliche Uran-Munition eingesetzt.

Der Film zeigt bislang wenig bekannte Langzeitfolgen unter denen besonders die Kinder in den Kriegsgebieten zu leiden haben. Nach Ende
des jüngsten Irak-Krieges entdeckten die Experten in der Umgebung von Basra kontaminierte Kriegsschauplätze, deren radioaktive Verseuchung  dienatürliche Erdstrahlung um das 20.000-fache übertrifft

Günther wurde, weil er so ein Uranmunitionsgeschoss mithilfe eines Diplomaten zwecks Untersuchung nach Deutschland geschmuggelt hatte, verhaftet. Und in Deutschland diskreditiert, verfolgt und beinahe psychiatrisiert.

Wagner: „Ein deutsches Gericht hat immerhin die Gefahr dieser Munition erkannt.“

Siegwart-Horst-Günther wurde zu einer Geldstrafe von 3000 DM verurteilt. Er weigerte sich zu zahlen. Es sei denn, Bush-Vater zahle für jedes verschossene Geschoss (ingesamt 320.000 Tonnen!) ebenfalls 3000 DM. Günther kam kurz ins Gefängnis, dann aber wieder frei.

Das Thema ist tabu

Nicht zu vergessen: Später erklärten sowohl Rudolf Scharping als auch Joschka Fischer Uranmunition als quasi ungefährlich.

Frieder F. Wagner erklärte zu seinem Erfahrungen mit den Medien, er habe damals mit dem SPIEGEL Redakteur Siegesmund von Ilsemann gesprochen, der sich vor ihn schon auf über 12 Seiten im SPIEGEL mit dem Thema Uranmunition befasst hatte. Dieser habe ihn um seinen Film beneidet, jedoch prophezeit, niemals wieder zu diesem Thema werde publizieren können. So sei es gekommen. Das Thema ist tabu (dazu auch hier).

Die Idee zu einem neuen Film ist da

Die Idee für einen neuen Film trägt Frieder Wagner mit sicher herum. 2018 wird sich der Absturz eines US-Kampfflugzeugs über Remscheid zum 30. Mal jähren. Damals wurde vermutet, auch dieses Flugzeug könnte Uran-Munition an Bord gehabt haben. Was aber offiziell bestritten wurde: Nur Übungsmunition wäre an Bord gewesen. Wagner blieb skeptisch. Er will recherchieren. Vielleicht ließen sich Zeitzeugen finde. Oder gar in einem Keller ein Geschoss, dass ein Einwohner damals beiseite brachte? Auch könne die Möglichkeit bestehen jemand aus der Verwaltung zu finden, der jetzt mittlerweile keinem Sprechverbot mehr unterliege.

Ein Abend voller auch überraschender Informationen und Aspekte, die es zu bedenken gilt

Einmal mehr ein hochinteressanter Abend in der Auslandsgesellschaft in Dortmund. Mark Brill konnte im Gespräch mit dem Filmemacher Frieder F. Wagner neben schon Bekanntem durchaus überraschende, neue Informationen zutage fördern. Darüber hinaus verstand es der Gast all dem – gewiss zusätzlich Fragen auslösen werdende – Aspekte hinzufügen, die es zu bedenken gilt.

Die Schwierigkeiten wegen entgangener Arbeitsaufträge an denen er durchaus zu knabbern hatte, habe er verwunden, sagte Wagner zum Schluss. Er sei aber froh gewesen, dass ihn niemand habe umbringen wollen. Bei Dr. Siegwart-Horst Günther sei das seinerzeit dreimal versucht worden. Vor allem darf man sich nach dieser leider nur spärlich besuchten Veranstaltung fragen, warum die Verantwortlichen für den Einsatz dieser perfiden Munition – über deren Wirkung und gesundheitliche bis  tödliche Folgen  sie ja im Bilde sein müssten – noch nicht vor einem Kriegsverbrechertribunal gelandet sind.

Das Gespräch mit Frieder Wagner wurde auf Video aufgenommen und ist bei Weltnetz.tv zu sehen:

Kritischer Film: „Die dunkle Seite der Wikipedia“

Die meisten von uns dürften das Online-Lexikon Wikipedia des Öfteren benutzen. Das umfangreiche Nachschlagewerk ist ja an und für sich auch eine schöne Sache. Und noch dazu kostenlos. Wer als Journalist mit Wikipedia arbeitet, wird nach einer gewissen Zeit vorsichtiger Informationen daraus zu benutzen. Beziehungsweise überprüft den dort angebotenen Inhalt. Denn man kann sich nicht immer ausschließlich auf Wikipedia verlassen. Und in manchem Falle unter Umständen auch überhaupt nicht. Am zuverlässigsten sind anscheinend Einträge, welche sich mit naturwissenschaftlichen Themen und Aspekten befassen.

Dem Filmemacher Markus Fiedler – Lehrer von Beruf – hat sich akribisch mit Wikipedia. Er machte nämlich selbst keine gute Erfahrung mit dem Online-Lexikon. Von der Sache her kann jeder an Wikipedia mitarbeiten.

Der „Fall“ Dr. Daniele Ganser

Markus Fiedlers Dokumentarfilm „Die dunkle Seite der Wikipedia“ arbeitet sich besonders am „Fall“ des Wikipedia-Artikels über den Schweizer Historiker und Friedensforschers Dr. Daniele Ganser ab. Denn dieser zeigt beispielhaft, wie es einen ergehen kann, wenn man irgendwie vom Mainstream abweichend unterwegs ist. Daniele Ganser befasst sich neben vielem anderen mit den Vorgängen um 9/11. Und speziell auch um das dritte in New York Gebäude WTC 7, dass obwohl es nicht von einem Flugzeug getroffen wurde einstürzte und sich um das Ereignis herum rankende Ungereimtheiten. Obwohl Ganser wissenschaftlich genau arbeitet und überhaupt keine unbewiesenen Behauptungen über 9/11 aufstellt, sondern nur Ungereimtheiten benennt – wird aus ihm nicht zuletzt durch Eintragungen auf Wikipedia ein „Verschwörungstheoretiker“.

Fiedler machte mit Wikipedia eine ungute Erfahrung. Er hatte im Artikel den Satz „Er greift Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 auf und stellt sie als diskutable wissenschaftliche Erklärungen dar.“ gelesen und war nicht einverstanden damit.

Gegenüber Jens Wernicke sagte er dazu: „Als ich daher versuchte, mit meinem langjährig ungenutzten Wikipediakonto eine Korrektur dieses Satzes zu erwirken, geschah Seltsames: Obwohl ich einen sachlich formulierten Text in die Diskussion zum Artikel Ganser eingestellt hatte, in dem ich auf die genannte und einige weitere Unzulänglichkeiten des Wikipedia-Artikels einging, wurde ich unter fadenscheinigen Begründungen umgehend als Vandale gemeldet und danach recht schnell von einem Admin mit dem Kommentar ‚beratungsresistenter Meta-Account“ gesperrt. Dieses Vorgehen in der Wikipedia war vollkommen regelwidrig und wurde aber auch, wie ich dann herausfand, bereits inflationär bei anderen Benutzern praktiziert. Und zwar ausschließlich bei solchen, die im Ganser-Artikel mehr Sachlichkeit einforderten und nicht über ein langjährig genutztes Wikipedia-Konto verfügten.“

Wikipedia keineswegs seriös und überparteilich

Mittels seiner umfangreichen Recherchen kam Markus Fiedler zu dem Schluss, dass Wikipedia keineswegs durchgängig seriös und überparteilich ist. Und auch bei Themen und Ereignissen die konträr diskutiert werden nicht sachlich – wie es bei wissenschaftlichen Arbeiten sein sollte und auch journalistischer Pflicht entspricht – über verschiedene Standpunkte aufklärt.

Markus Fiedler bescheinigt dem Online-Lexikon „vermachtet-autoritäre, intransparente Strukturen sowie Parteilichkeit bei gesellschaftspolitischen Artikeln“

In einem kürzlich auf den NachDenkSeiten erschienenem Interview, das Jens Wernicke mit Markus Fiedler führte, „bescheinigt“ dieser „dem Online-Lexikon vermachtet-autoritäre, intransparente Strukturen sowie Parteilichkeit bei gesellschaftspolitischen Artikeln – und steht mit dieser Einschätzung alles andere als allein.“

Fiedler fand heraus, dass an dem Artikel immer wieder auffallend Autoren wie „Phi“ und „Kopilot“, der früher auch als „Jesusfreund“ in Erscheinung trat, herumwerkeln. Auch in anderen Artikel treten diese Autoren in Aktion.

Wikipedia hat also eine „dunkle Seite“. Eine Art „tiefer Staat“? Wie funktioniert dieses System Wikipedia?

Den Versuch dies aufzuklären macht der Film „Die dunkel Seite der Wikipedia“. Ken Jebsen sprach darüber mit Markus Fiedler für KenFM.

Der Film ist sehr professionell gemacht und spannend bis zum Schluss. Ich empfehle ihn unbedingt anzuschauen. Vielleicht hilft dieser, dass Wikipedia irgendwann verlässlicher wird?

Die Verlässlichkeit von Wikipedia-Artikeln kann übrigens auf Wikbu überprüft werden. Hier als Beispiel am Eintrag zu Dr. Daniele Ganser.

Update vom 11.11.2015: „Kopilot“ meldet sich

Dortmund: Tatort – Rudelgucken in der Pauluskirche

Der Dortmunder Tatort beginnt in der Pauluskirche; Fotos: C.-D. Stille

In der Dortmunder Pauluskirche: der Tatort beginnt; Fotos: C.-D. Stille

Ich weiß ja nicht wo Sie, werte Leserinnen und Leser, hingehen, um den Dortmunder Tatort zu gucken. In den Keller vielleicht? Gestern lief nun mit und um Tatort-Kommissar Faber der siebte aus Dortmund. Noch immer soll ja der Dortmunder einer der unbeliebtestes Tatorte der ARD sein. Sei’s drum. Für mich hat der was. Nicht nur weil ich sozusagen im „Tatort Dortmund“ lebe. Für mich war gestern Premiere. Den Dortmunder Tatort zuhause schnöde vor der Glotze anzuschauen – das war (für mich und eine Reihe anderer Menschen) einmal! Wo es doch seit dem ersten Dortmunder Tatort eine hochinteressante Alternative zum Anschauen vom heimischen Sofa aus gibt. Nämlich sitzend auf harten Kirchenbänken! Was?, fragen Sie. Ja, das gibt es. Und soviel wie mir bekannt ist, einmalig in Deutschland im Ruhrpott. Geografisch genauer in der einstigen Kohle-, Stahl- und „Bierstadt Nummer 1 in Europa“ – wie es vor über fünfundzwanzig Jahren noch auf Werbeplakaten auf dem Dortmunder Hauptbahnhof, der „Pommesbude mit Gleisanschluss“ (der inzwischen verstorbenen langjährige Oberbürgermeister Günter Samtlebe seinerzeit) – geheißen hatte. Trotz Frühdienstmüdigkeit rappele ich mich also am Sonntagabend fest entschlossen auf. Ich besteige die U-Bahn, wechsle einmal einmal und bin schon da. Sozusagen im Tatort Pauluskirche auf der Dortmunder Schützenstraße. Schließlich ist das Zeigen des Tatorts eine Tat. Und die Kirche der Ort, wo man sie begeht.

Huh, mitten im „sozialen Brennpunkt“

Die Dortmunder Pauluskirche von der Schützenstraße aus gesehen.

Die Dortmunder Pauluskirche von der Schützenstraße aus gesehen.

Gelegen im – oft so genannten „sozialen Brennpunkt“ Nordstadt. Wo ich nebenbei bemerkt selbst vor langem einmal wohnte. Die Kollegen rümpften damals die Nase: „Inne Nordstadt willse ziehen?“ Es war nicht die schlechteste Zeit, die ich dort verbrannte. Die Rolltreppe spuckt mich also auf die abendliche Schützenstraße hinauf. Vieles hat sich längst verändert. „Mein“ Fleischer ist weg. Die Stadtsparkasse, wo ich meinen ersten bundesdeutschen Kredit bekam, noch da. Nun, die Straße ist mehr multikulti geworden. Bunte Tupfer in einem grauen Viertel. Multikulti, ein Wort, dass manche heute mit Verachtung auszusprechen pflegen. Und hinzufügen: „gescheitert“. Aber Deutschland verändert sich nun mal. Wir sind ein Einwanderungsland – mag mancher es auch noch immer nicht wahrhaben wollen. Speisen aller möglichen Herren und Frauen Länder bekommt man auf der Schützenstraße. Das Beerdigungsinstitut ist noch da: Gestorben wird bekanntlich immer. Auch im Tatort. Wohin ich auf dem Weg war. Huh, mitten im „sozialen Brennpunkt“ auf vermeintlich heißem Pflaster. Ein Huh-Gefühl auch: der plötzlich vor mir in den Dortmund Nachthimmel aufragende Turm der Pauluskirche. Wie eine Antenne! Für den Empfang des Tatort-Fernsehfilms.

Wie der Tatort in die Kirche kam

Das Kirchenschiff ist bereits ordentlich gefüllt. Vorn auf der Großleinwand läuft der Weltspiegel. Gemurmel und Flaschenklirren. Letzterem folge ich. Auf der Empore gibt es Bio-Würstchen, alkoholfreie Getränke, Bier und Wein. Eine heimelige Atmosphäre! Wieder unten treffe ich Pfarrer Friedrich Laker. Einer von dreien der Lydia-Gemeinde, zu welcher die Pauluskirche gehört. Friedrich Laker erzählt wie man überhaupt darauf kam den Dortmunder Tatort in der Kirche zu zeigen. Schuld daran ist die verflossenen Fußballweltmeisterschaft. Da gab es schon mal Spiele im Rudel zu gucken im Kirchenschiff. Und als dann der erste Dortmunder Tatort sozusagen ins Haus stand, hatte eine Mitarbeiterin die Idee, diesen in der Pauluskirche zu zeigen. Und es war ad hoc ein Erfolg! Seitdem gibt es jedes mal wenn ein Dortmunder Tatort avisiert ist „Rudelgucken“ in der Kirche. Eine tolle Sache! Und jung und alt sind dabei. Kritik aus der Gemeinde daran habe es bis dato eigentlich nur einmal gegeben. Ausgerechnet von jemanden, der beim „Rudelgucken“ niemals dabei gewesen war. Gewiss, so der hoch engagierte Pfarrer, dürften wenige Gemeindemitglieder ein wenig im Stillen murren – im Wesentlichen tolerierten sie es aber. Man fördere ja mit der Veranstaltung Gemeinschaftssinn und erfülle auch einen gewissen Kulturauftrag. Im weitesten Sinne ja auch Aufgaben von Kirchen. Dazu gehört nicht zuletzt ebenfalls das In-den-Blick-nehmen und Thematisieren von gesellschaftlichen Problemen. Nun also! Dann muss Pfarrer Laker nach vorne, um ein paar organisatorische Ansagen zu machen. Ein Blick ins Publikum des heutigen Abends zeigt, dass die Kirchgemeinde auf einem gutem Weg ist. Da sitzen Leuten aus allen Bevölkerungsgruppen. Ob sie nun Mitglied in der Kirche sind spielt keine Rolle. Viele junge Leute darunter. Ich selbst treffe einen jungen Mann, den ich noch als Auszubildenden kenne. Ich vermute mal, er gehörte bislang nicht zu den typischen Tatort-Guckern, wie ich seit Beginn von dessen allererster Ausstrahlung eines Films aus dieser Reihe der ARD einer bin. Da geht er hin mit seiner Freundin. Beide ein geistiges Getränk in den Händen. Und dann wird der Ton höher gedreht. Das „Zuschauerlicht“ heruntergedimmt. Der bekannte Tatort-Vorspann läuft. Spannung.

Dunkle Ecken, Thrill und freche Sprüche

Hauptkommissar "Vollarschloch" Faber ( Jörg Hartmann) und Kollegin Bönisch (Anna Schudt) in den ersten Filmminuten am Tatort.

Hauptkommissar „Vollarschloch“ Faber ( Jörg Hartmann) und Kollegin Bönisch (Anna Schudt) in den ersten Filmminuten am Tatort.

Freilich auch dieser neue Dortmunder Tatort ist von der Thematik her ziemlich finster. Und ja: er spielt in dunklen Ecken. In denen finstre Typen dunkle Geschäfte treiben, auch wenn dessen Boss im gutem Zwirn steckt. Ecken, die das Stadtmarketing über die Jahre versucht vergessen zu machen. Aber es gibt sie eben doch. Auch anderswo. Was nicht heißt, dass Dortmund nicht auch anders ist und viele tolle Ecken hat und sich diesbezüglich durchaus auch mit anderen Städten in Deutschland messen kann. Und noch dazu der ganz besondere Menschenschlag! Dessen gewohnt Schlagfertigkeit scheint auch oft genug in den zackigen, geerdeten Dialogen der Film-Kriminalisten des Dortmunder Tatorts auf. Manch Lacher ob diverser frecher Sprüche aus dem Munde von dessen Protagonisten ist da aus den Pauluskirch-Bänken zu hören. Schnelle Schnitte treiben das Filmgeschehen voran. Und vor Aufregung fällt irgendwo eine Flasche um. Dabei hatte doch Pfarrer Laker gebeten, auf den empfindlichen Steinboden zu achten. Aber schon wieselt das offenbar schuldige Mädchen eine Reihe hinter mir zum Klo, um Papier zum Säubern zu holen.

Und das macht das besondere beim Tatort-Rudegucken aus: das Gemeinschaftsgefühl. Ganz anders als zuhause zu glotzen mit der Holden oder dem Holden auf dem Sofa! Tatort Kirche. Läuft! Das muss man erlebt haben.

Abgründe – auch persönliche der Kriminalisten – hält der Film wieder zuhauf bereit. Und Thrill – den hat der Film auch. Dass die Flüchtlingsthematik im Tatort mit dem Titel „Kollaps“ eine Rolle spielt, ist sicher Zufall. Jedoch lässt dies angesichts aktueller Entwicklungen eine gewissen Brisanz spürbar werden. Denken doch die Zuschauer beim Schauen dieses Tatorts die ergreifenden Bilder der vergangenen Wochen gewiss unweigerlich mit und somit zusammen mit dem Geschehen im Film, in der eignen Stadt, quasi direkt vor der Tür der Kirche in welcher sie sitzen.

Ein Fressen für die Kritiker

Mit ziemlicher Sicherheit hat dieser Tatort wieder unterschiedliche Reaktionen auch bei den Kritikern diverser Medien ausgelöst. Viele dürften abermals nicht positiv sein. Beispielsweise ist die Kritik von Mattthias Dell im „neuen deutschland“ folgendermaßen überschrieben „Schlechte Laune, tumbe Sprüche“ und darunter:

„Es ist erstaunlich, wie gut auch dieser Tatort mit der Angst des gegenwärtigen Mobs korrespondiert“

Dann bescheinigt Dell dem Dortmund Tatort: „So weit, so gut. Dann aber wird es übel. Oder auch nur üblich, wenn man sich die Darstellung von Menschen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen anschaut, die nicht so aussehen wie die Mehrheit in diesem Land. Der gewöhnliche Reflex wäre zu sagen, dass es doch nur darum geht, die Wirklichkeit abzubilden. Aber die Wirklichkeit im Fernsehen ist naturgemäß eine Konstruktion.“

Ganz großes Kino das Programm von Pauluskirche und Kultur

Auch die Tatort Rudelgucker dürften mit unterschiedlichen Meinungen und Urteilen nachhause gestrebt sein an diesem Sonntagabend. Das soll so sein. Doch geeint haben wird sie wohl eines: Dieses Filmübertragungsangebot seitens der Pauluskirche jeweils für den Dortmunder Tatort ist sozusagen ganz großes Kino. Diese Pauluskirche auf der Dortmund Schützenstraße ist selbst Täter und Tatort zugleich. Und die Taten häufen sich. Gott und Pfarrern wie Friedrich Laker sei Dank! Schaut doch nur das Programm von Pauluskirche und Kultur an! Musentempel und Gotteshaus zugleich. Wo geht so etwas schon so gut zusammen wie hier? Kirche beschreitet hier gottlob neue Wege, ist provokant und lebensnah. So die Eigenauskunft. Und dazu dies: „Erotik-Gottesdienst, Rock-Konzert in der Kirche, Nacht der offenen Kirche mit Tanz und  Weltmusik, BVB-Trauung in Schwarz-Gelb, Single-Brunch, Gottesdienst in einem Fitness-Studio. Neue Wege – das Motto ist Programm.“ Verantwortlich dafür zeichnet die Schwerpunktpfarrstelle der evangelischen Lydiagemeinde in der Dortmunder Nordstadt und seine Inhaber, das Pfarr-Ehepaar Sandra und Friedrich Laker, das bereits seit fast 10 Jahren das etwas andere kirchliche Programm zusammen mit vielen Ehrenamtlichen aufstellt. Provozierend und lebensnah, einladend und weltoffen“ möchte man sein. „Die breite Vielfalt der Angebote von Offener Kirche, Meditation, Erlebnisgottesdienst, Gesprächsabende, Nacht der Religionen bis hin zur Kulturkirche bietet für fast jeden etwas. Hier verändert sich Kirche, wird spannend, berührt und bewegt. Einfach mal reinschauen und ausprobieren.“

Hut ab und weiter so! Wie, Kirche ist tot? Diese jedenfalls nicht. Sie liegt mitten im „sozialen Brennpunkt“ der Stadt Dortmund.  In diesem wirkt sie über Konfessionen und Menschen aus verschiedenen Nationen hinweg und gemeinsam mit ihnen zusammen.  Die Austrahlung all dessen geht weit über den Stadtteil hinaus. Ob Gläubige unterschiedlicher Konfession, Atheisten, Zweifler und Philosophen – allen bietet sich in der Pauluskirche  ein Podium. Alle sind angesprochen.

Zurück an den Tatort

Ich bekenne: Ich bin zum Täter – na ja: Mittäter – geworden. Und als solchen zieht es mich hoffentlich schon bald wieder dorthin. Zum Schluss trete ich wieder aus der Kirche hinaus auf die Schützenstraße hinaus. Ich strebe zur U-Bahnstation. Die Rolltreppe „baggert“ mich zurück  in die Dortmunder Unterwelt. Voll mit schönen Eindrücken trotz des düsteren Tatorts rausche ich mit der Metro nach Hause. Und komme erst dort an, der sogenannte Polittalker  Günther Jauch mit der   Sendung und wohl auch mit seinem Latein  am  Ende ist. Wie ich im Netz lese, ist mir da einiges an Widerlichem erspart geblieben.

Wo gehen Sie demnächst hin zum Dortmunder Tatort gucken? Ich weiß es schon jetzt wo. Wie Sie sich denken können …

Wim Wenders – „Revolutionär“ oder „Systemfilmer“? Ein Interview mit Prof. Albrecht Goeschel

Achtung aufgemerkt!; Foto: Tim Reckmann via Pixelio.de

Achtung aufgemerkt!; Foto: Tim Reckmann via Pixelio.de

Meinen Leserinnen und Lesern dürfte Prof. Albrecht Goeschel mittlerweile als scharfzüngiger Kritiker misslicher gesellschaftlicher Verhältnisse bekannt sein. Wussten Sie aber, dass er einst mit Filmemacher Wim Wenders zusammenarbeitete?

Im Jahre 1969 trug es sich zu, dass Albrecht Goeschel das Drehbuch zu einem Kurzfilm schrieb. Und da – wie er sich ausdrückt – noch jemand gebraucht habe, „der eine Kamera richtig rum halten kann“, war man auf einen gewissen Wilhelm Ernst Wenders gekommen. Den kennen Sie nicht? Doch bestimmt! Der „Kamerahalter“ Prof. Goeschels nannte sich nämlich später Wim Wenders. Dämmert’s? Der Film trägt den Titel „Polizeifilm“ (via arte.tv anschauen) und befasst sich vor dem Hintergrund der Studentendemonstrationen 1968 mit der damals berühmt-berüchtigten „Münchner Linie“ der der Polizei. Prof. Albrecht Goeschel verschmerzt es offenbar, dass Wim Wenders das Mitwirken seines Drehbuchschreibers anscheinend irgendwie „vergessen“ hat. Zum „Polizeifilm“ hier, hier und hier mehr.

Er kritisiert allerdings, dass sich Wenders heute quasi – die damalige Zeit betreffend – als „Revolutionär“ inszeniere. Der noch dazu polizeilich-juristischer Verfolgung ausgesetzt gewesen wäre – wofür Goeschel keine rechte Bestätigung habe finden können. Heute jedenfalls, meint Albrecht Goeschel, ist der „Wim“ ein „Systemfilmer“. Langweilig und irgendwie der Merkel ähnlich. Nun ist Wilhelm Ernst Wenders 70 Jahre alt. Im Folgenden ein Interview mit Prof. Albrecht Goeschel. Quasi als ordentlich gepfeffertes Geschenk an den früheren Filmkollegen. Gewohnt zieht er dabei ordentlich vom Leder, dass es nur so kracht. Da bleibt kein Auge trocken, wenn man liest, wie Goeschel einen cineastischen Begleitmusikanten“, wie er Wenders nennt – der gern auf gesellschaftlichen Stimmungen mit schwimmt – ein bisschen rupft. Viel Vergnügen:

Wim Wenders 70:

Filmer der Alternativlosigkeit –

Ein Epigone, der den Revolutionär machen möchte

Interview* mit Prof. Albrecht Goeschel**

Jede Zeit hat die Filmschaffenden, die von den herrschenden Verhältnissen ausgehalten werden. Bezahlt wie Veit Harlan oder ertragen wie Vittorio de Sica, Orson Welles, Ousmane Sembene, Akira Kurosawa u.a. Und dann gibt es natürlich das Heer der Epigonen. Als Epigone,

der sich peinlicher Weise nun auch noch als Revolutionär ausgibt, wird Wilhelm Ernst („Wim“) Wenders, gerade 70 geworden, von einem kritisiert, den zwar Wenders’ Werk eigentlich gar nicht interessiert, den jedoch die Ähnlichkeit von Wenders und Merkel fasziniert: Langeweile als Stilmittel und Langeweile als Herrschaftstechnik.

Nachfolgend ein Interview mit Professor Albrecht  Goeschel, Kunstakademiereformer, Urbanismusforscher, Regional- und Wirtschaftswissenschaftler – und zusammen mit Wilhelm Ernst („Wim“) Wenders Autor und Regisseur des „Polizeifilm“ (1968).

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Frage: Herr Professor, Sie wurden im Focus als „scharfzüngiger Kritiker der Politik“ bezeichnet und hatten dort in der Tat scharf mit der „Müttermaut“ der GroKo abgerechnet – Politische Ökonomie ist eigentlich Ihr aktuelles Metier. Wieso ist jetzt der Filmjubilar Wenders dran?

Antwort: „Weil er viel mit der Geisteshaltung und Gemütslage im deutschen Bildungs-Spießbürgertum zu tun hat.  Nicht nur die in Konformität abgestürzten sogenannten Qualitätsmedien, sondern auch der herrschende Kulturbetrieb mit seinem Narzissmus und seiner Mediokrität tragen bei zum deutschen Wohlfühl-Chauvinismus. Es ist nachgerade phänotypisch: Wenders summt mit beim Alibi-Lieblingschor: „Deine Stimme gegen Armut“.

Pseudokritische Attitüde und linksakademischer Diskurs einerseits und Pöbel-Blätter und Asylheimbrandstifter andererseits liefern dem Politischen System, je mehr sie sich gegenseitig eskalieren, ideale Kulissen und Attrappen für Inszenierungen, die mit den wirklichen Dingen nur wenig zu tun haben. Griechenlandtheater und Flüchtlingschaos: Die idealen Aufreger und die perfekte Ablenkung von der NATO-Konfrontation mit Russland. Immerhin: Die sogenannten Qualitätsmedien und die Gebührenkonzerne ARD und ZDF haben sich schon selbst demontiert –  jetzt ist halt der Kunst- und Kulturzirkus dran, der bisher das deutsche Bildungs-Milieu erfolgreich chloroformiert hat.“

Frage: Wie kommt da jetzt der Wim Wenders ins Spiel ? Ist das so schlimm, dass der jetzt 70 geworden ist ? Sie selbst sind doch auch Jahrgang 1945.

Antwort: „Na ja – ich gehe wenigstens irgendwelchen Ehrungen und Lobhudeleien aktiv aus dem Weg, will heißen: Bin in den verbrauchten Jahrzehnten so vielen auf die Zehen getreten, dass evtl. Gratulanten von sich aus lieber wegbleiben. Aber zurück zu Ihrer eigentlichen Frage, was der Wenders so Schlimmes im Kulturbetrieb treibt. Das Schlimme ist, dass er eigentlich gar nichts treibt. Für mein Empfinden und nach meiner Auffassung verbreitet Wilhelm Ernst Wim seit Jahrzehnten gähnende Langeweile, attitüdenhafte Depression.

Und Depressionen, besser: Depressive strotzen ja vor Heimtücke: Unfähig und unwillig overprotektive Eltern, autoritäre Chefs, miese Jobs und repressive Verhältnisse durch entschlossenes und bestimmtes „Anklopfen“  nicht mehr als Schicksal hinzunehmen, stochern sie ewig unzufrieden und übellaunig in allen möglichen Sinnangeboten herum und gehen ihrer Umwelt auf die Nerven. Natürlich finden solche Feuilleton-Gourmets letztlich gar nichts dabei, dass der europäische Süden ökonomisch zerstört ist, die Flüchtlingsleichen im Mittel-

meer schwimmen und es die Gefallenen in der Ukraine gibt und vor allem, dass zum Entzücken des „Amerikanischen Freundes“ O. im Weißen Haus die EU zerstört und die NATO gestärkt sind. Wichtig ist nur, dass weiter die Oberstudienratsbezüge aus dem Geld-Automaten kommen. Da darf dann das wunder-bare „Geschäftsmodell Deutschland“ schon ruhig ein bisschen mehr kosten – für andere. Wenn Sie wissen, was ich meine.“

Frage: O.K. – schon verstanden. Sie wollen also sagen, dass der Wenders „Ausweglosigkeit“ auf der Kinoleinwand so inszeniert, wie die Merkel „Alternativlosigkeit“ im Bundestag intoniert ?

Antwort: „Trefflicher hätte ich das nicht sagen können – danke, danke, danke. Natürlich ist der Wenders über die Jahrzehnte zum Systemfilmer einer Bundesrepublik geworden, die einen Angriffskrieg im Balkan und einen Angriffskrieg am Hindukusch geführt hat oder noch führt und

die tief in die Metzeleien in Nordafrika und Vorderasien verwickelt ist und die hinter Terror, Sanktionen und Militärmanövern in der Ukraine steckt.

Bauchredender Hausfrauen-Imperialismus in der deutschen Politik und  nichtssagende Literaten-Filme passen glänzend zusammen. Besonders  passt, dass der Wilhelm Ernst 2006, also während der ersten „Merkel-GroKo“ das „Große Bundesverdienstkreuz mit Stern“ umgehängt oder ausgehändigt bekommen hat. Da befindet er sich in einer Gesellschaft, die verräterischer nicht sein könnte.. Um ein paar Stars aus dieser Society zu nennen: Rainer  Brüderle, der FDP-Weinexperte, Joachim Gauck, der Hindenburg-Nachfolger und ganz schlimm David Petraeus, der  Ex-CIA-Chef und dann noch die Friede Springer vom BILD-Verlag“.

Frage: Na ja, ist ja alles sehr erhellend und lehrreich, aber doch dem Werk unseres Kritik-Kandidaten eher akzidentiell denn substantiell.

Können Sie nicht ein bisschen so irgendwas mit Kunst- oder Filmtheorie sagen? Sie haben doch jahrelang an der Kunstakademie München Vorlesungen gehalten?

Antwort: „Will es versuchen. Lesen Sie ein einziges Mal wenigstens dem Wenders seine Filmtitel und Filmbeschreibungen auf Wikipedia.

Am Stück. Alles irgendwie „Reminiszenz“, „Rückblick“, „Nabelschau“ und ein bisschen „Spiegelfechterei“. Gerne mal irgendwelche Buchschinken abgekurbelt oder umgekurbelt. Ganz schlimm zugerichtet:

Den phantastischen Dashiell Hammet, der  den brutalen amerikanischen Kapitalismus durch eine intelligent eingefädelte Gegenseitig-Metzelei von Streikbrecher- und sonstigen Gangstern hindurcherzählt (Rote Ernte) und noch andere Meisterwerke (Malteser Falke) geschrieben hat. Über

den längst verstorbenen und daher wehrlosen D. H. hat der Wenders jahrelang herum gedreht und herum  geschnipselt. Der Francis Ford Coppola, der den Wilhelm Ernst Wenders für diesen Film in die Vereinigten Staaten eingeladen hat, nannte das, was dann am Schluss vorlag, sinngemäß den schlechtesten Film, den er kenne – habe ich irgendwo im Netz gelesen. Um es mit einer Metapher zu sagen: Dem W. seine Filme schauen ist die gleiche Strafe, wie DIE ZEIT lesen müssen.“

Frage: Also das mit dem „Großverdienstkreuz“  für ihren Wilhelm Ernst hat Papa und Mama Wenders sicherlich richtig stolz gemacht. Sie aber nörgeln herum, dass denen ihr „Wim“ jetzt auch noch einen auf „Revolutionär“ macht. Was ist da Sache ?

Antwort: “Ja, der liebe Wilhelm Ernst hantiert in letzter Zeit bei allen möglichen Gelegenheiten verstärkt mit dem „Polizeifilm“ von 1968 herum, in dem er laut Wiki angeblich seine Erfahrungen mit den Münchner Polizeimethoden „verarbeitet“ hat. Auf einer afrikanischen Cineasten-Internetseite behauptet der Wim sogar, dass er wegen vermutlich heldenhaftem

Widerstand gegen die Staatsgewalt anlässlich der Dutschke-Attentat-Unruhen in München Ostern 1968 mehrere Monate Gefängnis (natürlich auf Bewährung) aufgebrummt bekommen habe. Also der Wenders als eine Art Münchner Lumumba. Ich habe  einige der damaligen APO – Straf- Strafverteidiger angefragt, ob und was an dieser Story dran ist. Vielleicht wollte sich der Wilhelm Ernst damit in Afrika  irgendwie interessanter machen. Aber: Keine Chance. Die Nigerianer und die Senegalesen machen so quietschkomische Streifen, da kann der W. mit seinem Oberstudienrats-Cinema gleich daheim bleiben.“

Frage: Ja ist denn der „Polizeifilm“ auch so langweilig? Den haben Sie doch zusammen mit dem Wilhelm Ernst gemacht?

Antwort: „I wo, der „Polizeifilm“ ist überhaupt nicht langweilig.

Darum hat ihn der Bayerische Rundfunk zwar produzieren lassen,

dann aber gleich in seinen Giftschrank gesperrt. In dem Film kommen etliche slapstickartige Originalspielszenen vor, der Rest sind Sequenzen aus polizeilichen Ausbildungs- und Einsatzfilmen, ziemlich militärähnlich, sowie Fernsehberichte über die damaligen Polizeieinsätze gegen Studentendemonstrationen. Zusätzlich sind reichlich komische Polizeiszenen einmontiert, die ich in meiner Sammlung von Donald-Duck-Heften aus den 1950ern gefunden hatte.

Grundlage für den Film waren, und das macht ihn eigentlich zum „politischen“ Film, richtig gründliche Analysen über die Wirkungsweise und die Entwicklung der Polizei in München im Unterschied zu Berlin, im westdeutschen kapitalistischen Staat und im bürgerlichen Staat überhaupt.“

Frage: Wow, soviel Aufwand für einen 12 – Minuten Kurzfilm?

Antwort: „Natürlich nicht. Der „Polizeifilm“ war eine Art Abfallprodukt aus dem Polizei-Projekt der Studiengruppe für Sozialforschung München (www.studiengruppe.com), die ein paar Leute mit politik- und sozialwissenschaftlichem Hintergrund schon vor 1968   mit Unterstützung

der damals in München ziemlich einflussreichen Kulturschickeria installiert hatten. Es war den Studiengruppe-Leuten klar, dass in einer so ekelhaften Wohlstandshauptstadt wie München den in Berlin und Frankfurt entwickelten Formen von Protestpolitik kein langes Leben

beschieden sein würde. In München war nachhaltige analytische Arbeit gefragt. Und da bot sich gleich eine gründliche politik- und sozialwissenschaftliche Analyse der Polizei in der Bundesrepublik und vor allem in der Vorbildstadt München an. München wurde so zum Geburtsort der Polizeisoziologie in (West)-Deutschland und es wurde ganz schön viel publiziert. Davon hat die Redaktion eines neuen Jugendmagazin beim Bayerischen Fernsehen Wind bekommen und wollte einen Film über die damals berühmt-berüchtigte „Münchner Linie“ der Polizei.

Die Studiengruppe-Leute haben mich dann als den Oberpolizeiforscher für das Vorhaben abkommandiert. Natürlich haben wir noch jemand gebraucht, der eine Kamera richtig rum halten kann – und so ist der Wilhelm Ernst zu seinem Auftritt gekommen. Über die mehr oder minder unpolitischen Leute an der gerade neu gegründeten

Hochschule für Film und Fernsehen hat man ansonsten an den politischen Zentren wie etwa der Kunstakademie  nur gelacht“.

Frage: Wenn man auf die Presse-Seite der „Wim-Wenders-Stiftung“ geht, tut die Stiftung aber so, als habe der Wilhelm Ernst den Polizeifilm eigentlich ganz alleine gemacht. Und die verhökern die Abspiellizenzen ja wohl auch, wie es gerade passt. Was sagen Sie jetzt dazu, lieber Herr Professor Goeschel ?

Antwort: „In normalen Zeit wäre mir das wurscht. Ich habe wichtigeres zu tun, als  irgendwelchen Leuten, die laut Wikipedia schon mehrfach mit dem Urheber- und Verwertungsrecht etwas lax umgegangen sind, hinter  her zuschnüffeln. Aber diese „GroKoverdienstkreuznummer“

und dann das mögliche für dumm Verkaufen der Cineasten in Afrika

und vor allem die Seelenverwandtschaft in Sachen Langeweile  zwischen

dem Wenders und der Merkel rufen  nach dem, was der Jurist „Generalprävention“ nennt: So etwas darf man nicht weiter einreißen lassen. Drauf gekommen bin ich dem „Wim“ über die zu seinem Jubiläum veranstalteten Lobhudeleien im Oberstudienrats-Sender arte-tv: Dumm gelaufen.“

Danke für das Gespräch !

*Das Interview führte eine Autorengemeinschaft

der Accademia ed Istituto per la Ricerca Sociale

Verona

Das vollständige Interview liegt in der Verantwortung

von Prof. Albrecht Goeschel i.S.d. Pressegesetzes

mail@prof-goeschel.com

**Prof. (Gast) Albrecht Goeschel

Staatliche Universität Rostov

Präsidiumsmitglied

Accademia ed Istituto per la Ricerca Sociale

Verona