Versammlung alternativer und neuer Medien auf dem Friedensfestival Pax Terra Musica im Juli in Friesack

Vorwort

Da gibt es nichts zu beschönigen: Der Journalismus in unserem Land ist vielfach auf den Hund gekommen. Freilich gibt es noch immer kritische Journalisten und kritische Sendungen im Fernsehen und Rundfunk. Aber die Mainstream-Medien, die sogenannte Qualitätspresse lässt seit Jahren – vermehrt und offensichtlicher seit der Ukraine-Krise – zu wünschen übrig. Vierte Gewalt soll der Journalismus im Lande, in einer Demokratie sein. Vielfach ist dies leider hierzulande nicht (mehr) der Fall. Oft wird da Regierungsmeinung unkritisch nachgeplappert. Papageienjournalismus ist das. Nur wenige große Nachrichtenagenturen werden von unseren Medien genutzt. Oft schreiben Zeitungen dern Meldungen ab und geben sie unkommentiert wieder. Dass dann viele Zeitungen und elektronischen Medien gleich tönen, verwundert demnach nicht: Nicht selten ist die Berichterstattung transatlantisch ausgerichtet (führende Journalisten sind Mitglied der Atlantikbrücke oder ähnlich ausgerichteter Thinktanks) und danach gefärbt sind ist nicht selten die Berichterstattung.

Um den deutschen Journalismus steht es nicht gerade zum Besten“, schrieb ich vor einiger Zeit als Vorwort zu meiner Besprechung der von Jens Wernicke (Rubikon) herausgegebenen und im Westend Verlag erschienenem Kompendium der Medienkritik „Lügen die Medien?“ hier auf diesem Blog.

Doch wohl bemerkt: den deutschen Journalismus gibt es ja so nicht. Noch immer gibt es einige Perlen. Dennoch: Früher – möchte ich mit Loriot anmerken – war mehr Lametta. Will sagen: Die Konturen waren klarer. Nicht nur im Journalismus. Auch in der Politik. Links und rechts, fortschrittlich und konservativ waren als Linie in Presseorganen und der Politik klarer und kenntlicher für Leser und Wähler. Heute haben wir hin und wieder den Eindruck – und dieser täuscht durchaus nicht immer – mehr Gleichklang in der journalistischen Berichterstattung. Weshalb manchen Menschen der böse belastete Begriff Gleichschaltung über die Lippen kommt.“ Doch so einfach ist es nicht.

Inzwischen gibt es viele alternative Medien unterschiedlicher Qualität und Reichweite. Darunter größere Medienportale wie die NachDenkSeiten, KenFM. Des Weiteren Blogger und Podcaster. Alle haben durchaus ihr Publikum und bieten eine Alternative zu den herkömmlichen Medien. Erstmals soll es nun eine Versammlung von MacherInnen alternativer Medien geben. Das teilten Paula P’Cay (RT Deutsch, Idealism Prevails) und Gunther Sosna (Neue Debatte) gestern via einer You Tube-Lifeschalte mit und erläuterten um was es geht.

Auf einen kurzen Nenner gebracht geht es den Initiatoren um einen Journalismus, welcher sich an folgenden Fragen orientiert: Nutzt es dem Menschen, nutzt es der Umwelt, nutzt es dem Frieden?

Versammlung der alternativen und neuen Medien auf dem Friedensfestival Pax Terra Musica

„Die Versammlung der alternativen und neuen Medien ist weder ein Bündnis noch eine Allianz oder eine Organisation. Es ist ein Treffpunkt unterschiedlicher, kritischer Medienmacher, die die Notwendigkeit von Vernetzung und Kooperation erkennen, weil es die Zeiten erfordern. Warum eine Versammlung? Uploadfilter, Angriffe auf die Presse- und Meinungsfreiheit, Einschränkungen der Persönlichkeitsrechte, Verdrehung wissenschaftlicher Erkenntnisse, Überlagerung des Diskurses über bedrohliche ökologische und soziale Entwicklungen durch den Aufbau von Feindbildern, einseitige Ausrichtung zugunsten wirtschaftlicher Interessen, Militarisierung, Kampf gegen die Armen, Hofierung der Reichen – die Liste der Punkte, die das gemeinsame Handeln zur Notwendigkeit machen, ist endlos.

Es gilt, dem Vormarsch institutioneller Gewalt, der Kriegstreiberei, der Diskriminierung, der Hetze und letztlich der gesellschaftlichen Spaltung eine Barrikade aus kritischer Medienarbeit und sachlicher Aufklärung in den Weg zu stellen. Was ist zu tun? Der fehlerhafte Gedanke der Konkurrenz soll dem zukunftsweisenden Anspruch auf Kooperation weichen. Neben der unverzichtbaren Vernetzung, die den kontinuierlichen Austausch der entschlossenen Akteure sicher stellt und das Entstehen und den Fortbestand jedes künftigen journalistischen Projekts garantieren kann, gilt es, gemeinsam Aufklärung in Sachthemen zu betreiben, diese mit gebündelter Kraft und Energie in die öffentliche Debatte einzubringen und Perspektiven aufzuzeigen, wie sich unhaltbare soziale und gesellschaftliche Zustände verbessern lassen. Einseitigkeit, hemmende Ideologien und Dogmen werden wie Ballast abgeworfen, um sich die wichtigen Fragen der Zeit zu stellen: Nutzt es dem Menschen, nutzt es der Umwelt, nutzt es dem Frieden? Alternative und neue Medien können gemeinschaftlich einen journalistischen Anspruch realisieren, der gesellschaftspolitische Fragen auf den Tisch bringt, die in den etablierten Medien nicht mehr stattfinden. Wir möchten Euch ermutigen und auffordern, den Weg zur Kooperation zu wagen. Wir müssen uns dafür kennenlernen und miteinander sprechen.

Der geeignete Ort für die Versammlung der alternativen und neuen Medien ist das Friedensfestival Pax Terra Musica vom 25. bis 28. Juli 2019 Freilichtbühne Friesack | Vietznitzer Straße 14 | 14662 Friesack http://www.pax-terra-musica.de

Was ist geplant? Freitag, 26. Juli 2019, ab 16 Uhr: Ungezwungener Treff Ungezwungenes Treffen bei Musik, Getränken und Essen. Einiges haben wir dabei, bringt bitte mit, was ihr mögt und lasst uns reden. Samstag, 27. Juli 2019, um 14 Uhr, 16 Uhr und 18 Uhr: Wer ist wer? Stellt Euch und Euer Medienprojekt in 5 Minuten vor! Jede Vertreterin/jeder Vertreter der neuen und alternativen Medien, aber auch Besucher des Friedensfestivals, sollen sich ein Bild von Euch und Eurem Medienprojekt verschaffen. Denn Leserschaft und Medienmacher sind Teil des Ganzen! Sonntag, 28. Juli 2019, von 14 Uhr bis 16 Uhr: Der erste Schritt zur Aktion! Authentizität ist unser stärkstes Argument! Lasst uns jede Form der Konkurrenz überwinden und besprechen, wie Kooperation in die Tat umgesetzt werden kann. Der erste Schritt ist der schwerste Schritt, aber auch der wichtigste: Die gemeinsame Aktion! Wie könnt ihr dabei sein?

Pax Terra Musica stellt kostenlose Tickets für Vertreter und Vertreterinnen der neuen und alternativen Medien zur Verfügung, die sich über die E-Mail presse (AT) pax-terra-musica.de akkreditieren, um an der Versammlung der alternativen und neuen Medien teilzunehmen – und weitere Infos über den Ablauf zu erhalten. Bitte gebt bei der Akkreditierung Euren Vornamen und Namen an, welches Medium ihr vertretet und wann ihr anreisen werdet. Wenn ihr über kurzfristige Änderungen telefonisch informiert werden wollt, gebt bitte eine Mobilfunknummer an. Am Eingang des Festivalgeländes werden die Karten für Euch hinterlegt sein! Wenn Euer Medium als Konferenzteilnehmer auf der Webseite des Pax Terra Musica Friedensfestivals aufgeführt werden soll, sendet bitte ein Logo, die Url der Homepage und eine kurze Beschreibung Eures Medienprojekts mit. Habt ihr Fragen? Bitte schreibt an presse (AT) pax-terra-musica.de oder kontakt (AT) neue-debatte.de (bitte AT durch @ ersetzen). PS: Verbreitet unsere Einladung zur “Versammlung der alternativen und neuen Medien“ bitte an geeigneter Stelle und leitet sie an entschlossene Menschen weiter!

Der fehlerhafte Gedanke der Konkurrenz soll dem zukunftsweisenden Anspruch auf Kooperation weichen.

Neben der unverzichtbaren Vernetzung, die den kontinuierlichen Austausch der entschlossenen Akteure sicher stellt und das Entstehen und den Fortbestand jedes künftigen journalistischen Projekts garantieren kann, gilt es, gemeinsam Aufklärung in Sachthemen zu betreiben, diese mit gebündelter Kraft und Energie in die öffentliche Debatte einzubringen und Perspektiven aufzuzeigen, wie sich unhaltbare soziale und gesellschaftliche Zustände verbessern lassen.

Einseitigkeit, hemmende Ideologien und Dogmen werden wie Ballast abgeworfen, um sich die wichtigen Fragen der Zeit zu stellen:

Nutzt es dem Menschen, nutzt es der Umwelt, nutzt es dem Frieden?

Alternative und neue Medien können gemeinschaftlich einen journalistischen Anspruch realisieren, der gesellschaftspolitische Fragen auf den Tisch bringt, die in den etablierten Medien nicht mehr stattfinden.“

Der geplante Ablauf der Versammlung noch einmal in Kürze:

Freitag, 26. Juli 2019

16:00 – 19:00

Ungezwungener Treff und inhaltlicher Austausch

Samstag, 27. Juli 2019

14:00 – 18:00

Wer ist wer? Stellt Euch und Euer Medienprojekt vor!

Sonntag, 28. Juli 2019

14:00 – 16:00

Angemerkt:

Es soll hier auch darauf hingewiesen werden, dass betreffs des Festivals Pax Terra Musica seitens einiger Zeitungen und anderen Medien regelmäßig auch Kritik daran geübt wird. Enttäuschend für mich: Darunter ist auch der Freitag.de (Community). In seiner Begründung, warum dieser Beitrag dort nicht online gestellt werden könne (er verstoße gegen die Netiquette). Etwa derart, das Pax Terra Musica sei „ein Anlaufpunkt von antisemitischen bis verschwörungstheoretischen Meinungen“. Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden. Vielleicht entsendet ja der Freitag eine/n JournalistIn zum Festival, um sich selbst ein Bild zu machen?

 

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